Archiv - März 2017

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Freitag 03.03.17, 15:27 Uhr

Wilhelm Hünnebeck – zweifach verfolgt

Die rosa Strippe berichtet: »Dr. Wilhelm Hünnebeck (Bochum 1897 bis Hamburg 1976), Bochumer Notar und Rechtsanwalt, wurde in der NS-Zeit zunächst als sogenannter Halbjude diffamiert und ausgegrenzt, außerdem führten homosexuelle Kontakte zu Verfolgung und Gefängnishaft nach dem von den Nationalsozialisten verschärften § 175 StGB. Er verlor seine berufliche Existenz, seinen Doktortitel und seine Lebensgrundlage als Jurist. Durch Flucht vom Ruhrgebiet während des Krieges nach Berlin, dort versteckt, rettete er sich vor der KZ-Deportation, überlebte die NS-Zeit. Nach 1945 versuchte er Berlin beruflich Fuß zu fassen, was zunächst gelang. 1956 wurde als Homosexueller Opfer einer Erpressung und erneut nach §175 verurteilt, verlor wiederum seine Zulassung als Anwalt und seine berufliche Lebensgrundlage. (weiterlesen)

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Freitag 03.03.17, 12:18 Uhr
Aufstehen gegen Rassismus! – Gemeinsam gegen die AfD

Genauer Ablauf der Konferenz

Am Freitag und am Samstag, den 10./11. März treffen sich ehrenamtliche Aktivistinnen und Aktivisten aus dem gesamten Bundesgebiet an der Ruhr-Universität Bochum zu einer Aktionskonferenz: “Aufstehen gegen Rassismus! – Gemeinsam gegen die AfD”.  Ziel ist die Entwicklung von Strategien gegen einen möglichen Wahlerfolg der AfD. Auf der Webseite der Konferenz ist mittlerweile recht detailliert beschrieben, was an den beiden Tagen laufen soll. Die TeilnehmerInnen der Anfangsdiskussionsrunde sind benannt und die 16 Workshops und die jeweiligen ReferentInnen werden vorgestellt. Laut Nina Baumgärtner Pressesprecherin der Kampagne “Aufstehen gegen Rassismus” soll “die Konferenz möglichst viele Menschen dazu motivieren, sich im Wahljahr 2017 aktiv gegen die AfD zu positionieren”: “In den kommenden Monaten wird die sogenannte ,Alternative für Deutschland’ in den deutschen Innenstädten massiv präsent sein. Wir müssen davon ausgehen, dass sie dabei keine Gelegenheit auslassen wird, um weiterhin Angst und Hass gegenüber Minderheiten zu verbreiten und das gesellschaftliche Klima damit immer mehr zu vergiften.” (weiterlesen)

Freitag 03.03.17, 07:56 Uhr

Urban Gardening in Langendreer

Am Donnerstag, den 9. 3. laden die Naturfreunde Langendreer ab 19:30 Uhr im Naturfreunde Zentrum, Alte Bahnhofstr. 175. Eine Gruppe von fünf Leuten hat in Langendreer ein Urban Gardening Projekt angestoßen und erklärt: “Wir sind eine Gruppe von engagierten Bürgerinnen und Bürger aus Langendreer, der es wichtig ist, wo sie lebt und was sie umgibt. Viele Frei- und Grünräume in Langendreer besitzen ein hohes Potenzial für eine Neugestaltung und -nutzung. Gemeinsam mit weiteren interessierten StadtgärtnerInnen wollen wir Projekte rund um Buntes, Duftendes und Essbares machen.” Auch Mitglieder der Naturfreunde Ortsgruppe Bochum-Langendreer befassen sich schon länger mit dem Gedanken, aktiv Urban Gardening zu betreiben. Der Abend soll also dazu dienen, MitstreiterInnen zusammenzuführen und neue Interessenten zu gewinnen.

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Donnerstag 02.03.17, 15:19 Uhr

Widerstand und Verfolgung 1933 – 1945

Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt zu einem Stadtrundgang am Samstag, dem 11. März ein: »Während dieses ca. 2-stündigen Stadtrundgangs wird an den Widerstand gegen das NS-Regime in Bochum erinnert sowie über das Ausmaß und die Organisierung der Verfolgung und Vernichtung von Nazi-Gegnern, Juden und Sinti und Roma informiert. Wir machen u. a. Station vor den ehemaligen Standorten der Gewerkschaftshäuser, am Apolonia Pfaus-Park und am Standort der alten Synagoge. Weitere Stationen sind das ehemalige Polizeipräsidium an der Uhlandstr. und der Springerplatz.« (weiterlesen)

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Donnerstag 02.03.17, 15:08 Uhr

Strategien gegen Rechtsextremismus

Im Rahmen des Projektes „Farbe bekennen – Demokratie leben“ laden das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring am Freitag, 10. März 2017 um 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten der IFAK, Engelsburger Str. 168 zu einem politischen Forum zum Thema „Strategien gegen Rechtsextremismus in NRW“ ein und schreiben: »Rassistische und menschenfeindliche Einstellungen werden nicht nur von rechtsextremen Parteien und Gruppierungen verbreitet. Sie werden auch von sogenannten Bürgerbewegungen aufgegriffen und von vermeintlich demokratischen Parteien vertreten. Immer mehr Bürger teilen diese Auffassungen und mit rassistischen und menschenfeindlichen Positionen lassen sich beachtliche Wahlerfolge erzielen.« Alexander Häusler von der Hochschule Düsseldorf informiert im Einstiegsreferat über die aktuellen Entwicklungen in der rechtsextremen Szene in NRW. Anschließend findet eine Diskussion mit ParteienvertreterInnen statt. Näheres.

Donnerstag 02.03.17, 07:22 Uhr

M. Townsend & Hotspot der Live-Kultur

In der Reihe “Das politische Forum” lädt die Volkshochschule am kommenden Mittwoch, den 8. März um 18 Uhr in das Konzerthaus ein. Das Thema lautet: “Hotspot der Live-Kultur”. Kulturdezernent Michael Townsend stellt sich der Diskussion. Im Einladungstext heißt es: »Sie möchten sich aus „erster Hand“ über die „Bochum Strategie“ informieren? Sie interessieren sich besonders für Bochum als pulsierende Kulturstadt im Ruhrgebiet? Eine Stadt, die vor allem für Live-Kultur der Extra-Klasse steht. Ein lebendiger Hotspot für Kreative und Kulturschaffende mit Ausstrahlung weit über die Region hinaus.« Der Eintritt ist frei.

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Mittwoch 01.03.17, 21:05 Uhr

Urban Gardening für Neueinsteiger*innen

Der Alsengarten startet in das neue Gartenjahr und lädt zusammen mit Botopia alle an Urban Gardening Interessierten zu einem Neueinsteiger*innen-Abend am Sonntag, den 12.3. um 18 Uhr im Alsenwohnzimmer ein: »Wir starten den Abend mit einem gemeinsamen Essen (leckerer Veggie-Eintopf!). Danach gibt´s dann von uns jede Menge Infos und wir beantworten eure Fragen. Zum Schluss zeigen wir den Dokumentarfilm „Eine andere Welt ist pflanzbar (Teil 5)“ von Ella von der Haide. Der Film ist eine Reise zu sieben ganz unterschiedlichen Gemeinschaftsgärten in Deutschland. Er zeigt die Projekte in ihrer städtischen Umgebung und begleitet sie über ein Jahr hinweg durch die vier Jahreszeiten: vom Säen über das Ernten bis zur Winterarbeit.«

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Mittwoch 01.03.17, 15:21 Uhr

Sichere??? Herkunftsstaaten

Der Flüchtlingsrat NRW schreibt: »Acht Staaten werden von Bundestag und Bundesrat pauschal als „sicher“ eingestuft. Auf welcher Grundlage erfolgt die Einstufung als „sicherer Herkunftsstaat“? Welche Folgen hat die Zuschreibung „Flüchtling aus sicherem Herkunftsstaat“ für die individuellen Anerkennungs- und Bleiberechtschancen? Diesen Fragen möchten wir auf den Grund gehen. Am Mittwoch, den 8. März um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer lautet das Thema: “Das Konzept ‘sicherer Herkunftsstaat’: Rechtliche Hintergründe und ihre Bedeutung für die Asylverfahren betroffener Flüchtlinge”. Die Festlegung von „sicheren Herkunftsstaaten“ bedeutet für Flüchtlinge aus diesen Ländern massive Einschränkungen im Asylverfahren. Es bestehen kaum Chancen, als Flüchtling anerkannt zu werden. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Ursprünge, Hintergründe und die geplante Ausweitung des Konzepts der „sicheren Herkunftsstaaten“ dargelegt. Dazu haben wir Manuel Kabis eingeladen, der als Fachanwalt für Asylrecht anhand des Konzepts „sicherer Herkunftsstaat“ die rechtlichen Einschränkungen und rechtlichen Möglichkeiten für Flüchtlinge aus „sicheren Herkunftsstaaten“ erläutern wird.

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Mittwoch 01.03.17, 15:02 Uhr
Für Flüchtlingsfrauen und Ehrenamtliche

Eine Reise zum Kennenlernen von Bochum

Das Frauenarchiv ausZeiten und MIRA laden  am Mittwoch, den 8. März Flüchtlingsfrauen und ihre ehrenamtlichen Patinnen ein, gemeinsam einen Vormittag die Stadt zu erkunden. Eine gemeinsame Busrundfahrt führt zu wichtigen Punkten Bochums, die über die Geschichte von Bochumer Frauen hinaus auch einen Einblick in die Angebote unserer Stadt ermöglichen. Linda Unger, die schon lange die “Frauenstadtrundgänge” leitet, wird dabei Frauengeschichten erzählen. Für Übersetzungen ins Arabische, Kurdische und Englische ist gesorgt. (weiterlesen)

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Mittwoch 01.03.17, 11:16 Uhr
Radtour des Netzwerks "Stadt für Alle!"

Leerstandmelder bekannt machen

Das Netzwerk “Stadt für Alle!” lädt am Samstag, 4. März um 14 Uhr zu einer Radtour um den Leerstandmelder bekannter zu machen: »In Bochum suchen tausende von Menschen bezahlbare Wohnungen, Arbeits- und Möglichkeitsräume. Gleichzeitig stehen unzählige Flächen leer – ob alt oder neu, ob Wohn- oder Gewerberäume, ob zentral oder außerhalb gelegen, ob privat oder in städtischer Hand. Doch einen Überblick darüber gibt es nicht. Weil das nicht nicht nur in Bochum so ist, gibt es das Projekt www.leerstandsmelder.de. Im Leerstandmelder werden Wohnungen, Ladenlokale und andere leerstehende Gebäude markiert. Er funktioniert dadurch, dass Leute, denen in ihrer Stadt Leerstände auffallen, diese auf der Leerstandskarte direkt und unkompliziert eintragen. So entsteht nach und nach gemeinsamer und frei zugänglicher Daten- und Raumpool. (weiterlesen)

 
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