Montag 05.12.16, 14:06 Uhr
endstation.kino: Dokumentarfilm über Afghanistan

Kinder, die nur Krieg kennen

Das  endstation.kino kündigt folgende neuen Filme an: »Ab Donnerstag, den 08.12.läuft der Dokumentarfilm Das Land der Erleuchteten. Der raue, abgelegene Nordosten Afghanistans ist eine Hochgebirgslandschaft mit Gipfeln bis zu 7.500 Metern. Es ist das Grenzgebiet zu Tadschikistan, Pakistan und China. In dieser Region verdienen sich nomadisch lebende Kinderbanden etwas Geld mit den Überbleibseln der vielen Kriege, unter denen ihr Land seit langer Zeit zu leiden hatte. Sie sammeln alle Arten von Metallresten, um sie zu verkaufen. Sie graben Landminen aus, um deren explosiven Inhalt an Kinder weiterzugeben, die in den Lapis Lazuli Minen arbeiten. Andere Kinderbanden verdienen ihren Lebensunterhalt damit, Karawanen und Schmuggler auf ihrem Weg zur Grenze zu überfallen – oder sie lassen sich dafür bezahlen, ihnen Begleitschutz zu gewähren. Als die westlichen Streitkräfte dann beginnen, aus Afghanistan abzuziehen, stehen die Kinder vor einer völlig neuen Herausforderung: sie gehören einer Generation an, die nie ein Leben in Frieden in ihrem Land erleben konnte.
Das Land der Erleuchteten entstand über einen Zeitraum von 7 Jahren, gedreht auf 16 mm-Film. Nahtlos verschmilzt in dem Film die dokumentarische Beobachtung mit der fiktionalen Erzählung – die harsche Realität, die den Alltag der Kinder prägt, mit ihren Wünschen, Träumen und Hoffnungen. Der Regisseur erschafft eine hybride Erzählform, in der er immer wieder die Grenzen des dokumentarischen Genres auslotet und erschafft einen bildgewaltigen Film von magischer Intensität.
Ebenfalls ab Donnerstag, den 08.12. ist im endstation.kino Ulrich Seidls neuer Film Safari zu sehen. In den Weiten der Wildnis verschiedener afrikanischer Länder, dort, wo es Buschböcke, Impalas, Zebras, Gnus und anderes Getier offenbar in Hülle und Fülle gibt, machen deutsche und österreichische Jagdtouristen Urlaub. Sie fahren durch den Busch, sie gehen auf die Pirsch, sie liegen auf der Lauer. Dann schießen sie, weinen vor Aufregung und posieren zuletzt vor den erlegten Tieren. Ein Urlaubsfilm über das Töten, ein Film über die menschliche Natur.«

 
 
 
 


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