Mittwoch 16.11.16, 21:53 Uhr

Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar: Kein einziger Baum ist neu gepflanzt worden

Die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar weist darauf hin, dass ein Jahr nach Vernichtung des Nord- und Südwaldes noch kein einziger Baum neu gepflanzt worden ist. Genau dies ist aber innerhalb eines Jahres vorgeschrieben. Die Initiative schreibt: »Auf die Anfrage eines Bürgers im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans Nr. 946 (Ehem. Bahnhof Weitmar), welche Fristen dem Investor zur Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen gesetzt würden, antwortete die Verwaltung: „Für die Kompensation des Nordwaldes ist eine Ausgleichsfläche im Bezirk Südwest in Bochum-Linden vorgesehen. Das Regionalforstamt Ruhrgebiet fordert die Aufforstung der Kompensationsfläche innerhalb eines Jahres nach Rodung. Die weiteren Maßnahmen außerhalb des Plangebietes im Umfeld des Eingriffsbereiches sind ebenfalls innerhalb eines Jahres umzusetzen.“ *
Die Rodungen erfolgten Anfang November 2015 (der WDR berichtete – Lokalzeit Ruhr vom 9.11.2015). Ein Jahr später ist festzustellen:
Kein einziger Baum wurde bisher gepflanzt, weder auf der Ausgleichsfläche an der Ettersheide in Bochum-Linden, noch auf den vorgesehenen Kompensationsflächen im Umfeld und auch nicht auf der Fläche, die vom Investor „versehentlich“ gerodet wurde.
In letzterem Fall hatte das Grünflächenamt bereits vor Monaten zugesagt, sich bezüglich dieses Sachverhaltes kümmern zu wollen. Die Fläche ist mit Absperrband gekennzeichnet worden, eine Wiederaufforstung ist unterblieben.
Wir fordern das Grünflächenamt und das Regionalforstamt Ruhrgebiet auf tätig zu werden!«
*Anlage 1 zur Vorlage Nr. 20152192 – Abwägung zu den eingegangenen Stellungnahmen, S.64

1 LeserInnenbrief zu "Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar: Kein einziger Baum ist neu gepflanzt worden" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar: Kein einziger Baum ist neu gepflanzt worden" als RSS


 

17. Nov. 2016, 17:25 Uhr

LeserInnenbrief von Wolfgang vom Ubu:

Das ist es nämlich , was hier immer mehr Menschen erleben : Der tägliche Abzug, Beschiss, die ständige Verarscherei, Diskriminierung, Benachteiligung, Bevormundung und Willkür sind systemimmanent, Teile des herrschenden Systems, strukturelle Gewalt. Oft sind einzelne persönlich Schuldige nicht auszumachen, es ist das Amt, es ist die Behörde, die Institution , die nur labert, die uns an die Wäsche will, die uns ficken will. Wir sind denen nur im Weg. Den Versprechungen kann man nicht glauben . Hört uns auf mit Parteien ! Erlaubte und vorgesehene Beschwerdeschritte sind ausgelutscht , als obsolet erfahren worden, führen zu weiteren Demütigungen, es ändert sich ja doch nichts ! Da kratzen sich die angeblichen Experten in Talkrunden am Kopf : woher kommen die immer heftigeren Angriffe in den sogenannten sozialen Medien, wieso werden Sachbearbeiter in Behörden, Ordnungskräfte und auch Lehrer stellvertretend wüst beschimpft und tätlich angegriffen, wieso sprechen Leute diesem Staat jede Berechtigung ab und begeben sich auf die Suche nach Alternativen für das aktuelle System bei früheren oder nie stattgefundenen Verkleidungen der Organisierung des Ganzen von Reichsideen bis Selbstverwaltung oder bei völlig abstrusen Rattenpfeifern ? warum greifen manche zur Waffe, laufen Amok ?
Weil kein einziger Baum neu gepflanzt worden ist.

 


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de