Dienstag 20.09.16, 14:35 Uhr

Erster Park(ing) Day in Bochum


Die Initiative urban radeling, zieht ein Resümee des von ihr am vergangenen Freitag initiierten Park(ing) Day: »Letzten Freitag wurde in Bochum, wie weltweit in circa 160 Städten am dritten Freitag in September, der internationale Park(ing) Day gefeiert. Entstanden 2005 in San Francisco, soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie viel Fläche durch den motorisierten Verkehr in der Stadt verbraucht wird, und dass man diese auch ganz anders nutzen könnte. Symbolisch wird sich deshalb  für einige Stunden Straßenraum zurückerobert und Parkflächen kreativ umgenutzt.
Die Fahrradinitiative urbanRadeling, die die Aktion initiiert und koordiniert hat, wählte als Standort den Südring, zwischen Kortumstraße und Rechener Straße. Die Wahl des Standorts war nicht zufällig. Einerseits ließ sich hier gut auf die fahrrad- und fußgängerfeindliche Gestaltung des Innenstadtrings hinweisen. Am Südring ist noch gut zu sehen, dass hier früher mal ein Radweg war, wo heute Autos parken. Zum Anderen sollten natürlich möglichst viele Passanten angesprochen werden, die z.B. in der Kortumstraße einkaufen.
Zwischen 16 und 19 Uhr wurden dann circa 20 Abstellflächen besetzt. Aus Sicherheitsgründen wurde auch die rechte Fahrspur für den KFZ-Verkehr gesperrt. Das ging natürlich nur, weil die Aktion als Versammlung bei der Polizei angemeldet wurde. Am Anfang wurde die Stimmung der Akteure etwas getrübt, weil die Polizei es versäumt hatte, wie beantragt (und zugesichert) die Parkflächen vorab zu räumen; dadurch verzögerte sich auch der Aufbau der Aktionsflächen, da noch gewartet werden musste, bis mehr PKW weggefahren wurden.
Circa 30 Aktive aus Verbänden, Vereinen und Initiativen waren an der Aktion beteiligt; neben mehreren Einzelpersonen waren dies der adfc, foodsharing, Leihladen Bochum, Solawi, Soziales Zentrum, Stadtwohnzimmer, urbanRadeling, VCD und die Verbraucherzentrale.
Auf den Aktionsflächen, die zum Teil mit Teppichen und Pflanzen einladend gestaltet waren, konnten sich die Passanten über die Arbeit der beteiligten Initiativen informieren, aber auch an Mitmachaktionen und Spielen beteiligen (Boccia, Fahrradquiz…), sich in einer „grünen Oase“ bei Vogelgezwitscher (aus dem Lautsprecher) einfach nur hinsetzen und ausruhen oder mit den Beteiligten über den Hintergrund der Aktion diskutieren. An einer Fahrradreparaturstation konnten Fahrradplatten geflickt oder kleinere Reparaturen durchgeführt werden; außerdem waren mindestens fünf Lastenräder vor Ort zu sehen.
Presse, Funk und Fernsehen haben breit über die Aktion berichtet. Auf der Seite www.urbanradeling.de (Menüpunkt „Park(ing) Day“ finden sich die Links zu den TV- und Zeitungsberichten; außerdem eine kleine Fotogalerie, die noch weiter ergänzt werden wird.
Alle Beteiligten haben angekündigt, bei der Neuauflage 2017 wieder mit dabei zu sein, und nicht zuletzt wegen des breiten Medienechos wird es nächstes Jahr bestimmt leichter fallen, noch mehr Initiativen und Einzelpersonen zum Mitmachen zu motivieren. «

 
 
 
 


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