Mittwoch 07.09.16, 17:21 Uhr

Aufruf zur Demo: Stop CETA & TTIP

Der DGB und das Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit rufen zur Anti-CETA & TTIP-Demo in Köln auf: »Die Auseinandersetzung um die „Freihandelsabkommen“ CETA & TTIP geht in die heiße Phase. Die EU und USA drücken aufs Tempo und wollen TTIP bis zum Jahresende fertig verhandelt haben. CETA ist bereits ausverhandelt. Im Oktober soll es beim Gipfeltreffen in Brüssel offiziell unterzeichnet werden. Zuvor müssen EU-Ministerrat und auch die Bundesregierung entscheiden, wie sie zu diesem Abkommen stehen. CETA ist die Blaupause für TTIP. Deshalb gilt es CETA zu stoppen, ansonsten kommt TTIP bereits durch die Hintertür, denn viele amerikanische Großunternehmen können dann über ihre kanadischen Tochtergesellschaften in der EU tätig werden. Das Werben unseres Wirtschaftsministers Gabriel für CETA ist nicht nur vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar.
Die Gewerkschaften wollen fairen Handel und keine Freihandelsabkommen, die Demokratie und Rechtsstaat aushöhlen, Menschen, Umwelt und gute Arbeit gefährden und einer gerechten Wirtschaftsordnung entgegenstehen. Deshalb sind alle aufgefordert den Protest gegen CETA & TTIP auf die Straße zu tragen. Getragen von einem breiten Bündnis wird am Samstag, den 17. September in sieben Städten der Republik (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart) demonstriert, um auch die Landesregierungen aufzufordern im Bundesrat CETA & TTIP nicht zuzustimmen.
Das „Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ hat mehrere Busse für den Transfer von Bochum nach Köln organisiert. Abfahrt ist um 10.00 Uhr ab HBF (Fernbusstation) und ab ver.di, Universitätsstr. 76. Anmeldungen sind bis zum 14.9. beim DGB: 0234-687033 oder bochum@dgb.de möglich. Die Kostenbeteiligung von 10,- € (5,- € ermäßigt) wird im Bus eingesammelt.
Um sich noch im Vorfeld über CETA, TTIP& Co. zu informieren, lädt das „Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ zu einer Diskussions- und Informationsveranstaltung am 14. September um 18.00 Uhr bei ver.di, Universitätsstr. 76 ein. (s. Anlage). Dort wird die Wirtschaftskorrespondentin der „TAZ“ Ulrike Herrmann über Freihandelsabkommen im allgemeinen referieren und aktuelle Fragestellungen diskutieren. Darüber hinaus wird über die Demo in Köln informiert und letzte Anmeldungen für die Busfahrt zur Demo werden entgegengenommen.«

4 LeserInnenbriefe zu "Aufruf zur Demo: Stop CETA & TTIP" vorhanden:

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8. Sep. 2016, 08:53 Uhr

LeserInnenbrief von Wolfgang vom Ubu:

“Das Werben unseres Wirtschaftsministers Gabriel für CETA!” Das darf doch nicht wahr sein ! Betrachtet ihr diesen miesen Typen etwa als den eurigen ? Der ist doch nur ein Hampelmann des Kapitals !


 

9. Sep. 2016, 02:41 Uhr

LeserInnenbrief von Jakob Spatz:

Nun, die Lohnabhängigen in den exportorientierten Gewerben, ihre betrieblichen und gewerkschaftlichen VertreterInnen wären eventuell gut beraten darin, dem “miesen Typen” zuzuraten. Und als Bochum noch Standort der Automobilindustrie war, so lange her ist das noch gar nicht, hätten die örtlichen Gewerkschaften wohl auch noch anders geurteilt. Also, geht es vielleicht auch mit weniger Gepöbel und mehr Analyse?

Hier ein möglicher Einstieg:
http://jungle-world.com/artikel/2016/36/54788.html

Und immerhin bezeichnet der “miese Typ” Pack noch als solches, hat also noch ausreichend alle fünf Sinne beisammen.


 

9. Sep. 2016, 11:15 Uhr

LeserInnenbrief von Wolfgang vom Ubu:

a) Mir geht gegen den Strich, wie immer wieder von “wir” und “unsere” oder in Allgemein-Begrifflichkeit gesprochen wird, als sässen hier wirklich alle in 1 Boot und müssten allesamt an die Ruder, und als ginge es hier allen Menschen gut, wenn nur “unsere” Wirtschaft brummt.
“Die Gewerkschaften wollen fairen Handel und keine Freihandelsabkommen, die Demokratie und Rechtsstaat aushöhlen, Menschen, Umwelt und gute Arbeit gefährden und einer gerechten Wirtschaftsordnung entgegenstehen.” Das ist ein weiteres Zitat aus dem obigen Aufruf . Und wenn die Gewerkschaften das tatsächlich wollen und nicht nur labern , dann sollten sie eben nicht “unser Wirtschaftsminister Gabriel” schreiben.
b) Es kommt übrigens sehr auf die Definition von “Pack” an und wer davon in welchem Kontext spricht. Ich kann mir sehr gut eine Definition vorstellen , bei der auch Gabriel Teil dessen ist.


 

10. Sep. 2016, 13:58 Uhr

LeserInnenbrief von Wolfgang vom Ubu:

und c) noch etwas seltsames :
der Aufruf ist auch auf der Seite
http://www.bochumer-buendnis.de/ gepostet. Doch dieser Satz mit Gabriel , den ich beanstandete, ist dort nicht im Text enthalten. Das ist erfreulich. Ich frage mich allerdings, wer ihn aus welchem Interesse in die Version bei bo-alternativ eingeschmuggelt hat.


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