Sonntag 07.08.16, 18:20 Uhr

Die verdrängte atomare Bedrohung


Bei einer Aktion des Bochumer Friedensplenums am gestrigen Samstag zum 71. Jahrestag der atomaren Verwüstung von Hiroshima wurde deutlich, dass das Thema atomare Bedrohung von vielen Menschen verdrängt wird. In den Gesprächen wurde immer wieder deutlich, dass nur sehr wenige über das aktuelle atomare Wettrüsten informiert sind. Kaum jemand weiß, dass in der Eifel Atomwaffen stationiert sind, die durch noch gefährlichere Bomben ersetzt werden sollen. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was es heißt, wenn die NATO einen Atomkrieg für führbar und gewinnbar hält. Auf dem Flugblatt, das das Friedensplenum verteilte, gab es den Hinweis: «Anfang 2015 stellte der „Bulletin of the Atomic Scientists“ seine berühmte „Doomsday Clock“, die anzeigt, wie kurz die Welt vor einem Atomkrieg steht, auf drei Minuten vor zwölf nach vorne. Nach Auffassung der Atomwissenschaftler war die Welt nur einmal, 1953, näher an einem solchen Abgrund.«
Andere Schreckensmeldungen sorgen dafür, dass es ziemlich leicht gemacht wird, die atomare Bedrohung zu verdrängen.

Transparent am Infostand des Friedensplenums

 
 
 
 


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