Samstag 30.04.16, 10:09 Uhr

Polizei sprengt studentische Party

Das Protestplenum an der Ruhr-Uni schreibt auf seiner Webseite: »Als Protestplenum hatten wir uns die letzten Semester über weitgehend aus den alternativen Semesterstpartys herausgezogen. Nun aber sehen wir uns gewzwungen uns zu Wort zu melden.  Seit genau 10 Jahren finden an der RUB, jeweils zum Beginn des Semesters, alternative Semesterstartpartys statt. Hervorgegangen ist die Tradition selbstorganisierter Unipartys aus der Bewegung gegen Studiengebühren. Machmal wird ein Unigebäude für eine Nacht zum Dancefloor verwandelt. Manchmal gibt es ein kleines Open Air Konzert auf dem Campus. Kurzum: Studierende schaffen sich Freiräume – oft nur vorübergehende Biotope, die sie mit Ideen und Leben füllen. Stets wird die Partylocation in einem ordentlichen Zustand hinterlassen. Die unkommerziellen Partys wurden die letzten zehn Jahre über von der Univerwaltung toleriert. Doch seit gestern scheint etwas grundlegend anders zu laufen an der RUB.

Gegen 22.30 Uhr rückten fünf Streifenwagen an und räumten die studentische Party. Auch zivile Einsatzkräfte streiften über den Campus, kontrollierten willkürlich Personalien und sprachen rechtswidrige Platzverweise aus. Unterstützt wurden wurden die Beamten dabei von sechs Mitarbeitern des RUB-Sicherheitsdienstes. Dieser ging — insbesondere nach Abrücken der Polizei — mit großer Aggressivität gegen Menschen vor, die sich noch auf dem Campus aufhielten. Studierende wurde durch die Gegend geschubst, gezerrt und getreten.

Die Räumung sowie die Brutalität durch den RUB-Sicherheitsdienst gegen Studierende muss ein Nachspiel haben. Unter dem Brandschutz-Argument hat die Univerwaltung seit 2010 studentische Partys auf dem Campus de-facto verboten. Die RUB soll offenbar endgültig in einen unattraktiven Betonklotz transformiert werden. Sollte die Uni tatsächlich Anzeige gegen feiernde Studierende stellen, so kann sie sich darauf verlassen, dass wir die folgenden Gerichtverhandlungen mit viel TamTam begleiten werden.

Von den Schikanen betroffene Menschen werden gebeten, sich bei der Antirepressionsgruppe Ruhr ( antirep-ruhr@free.de) zu melden. Augenzeugen können hier auch Berichte und Gedächtnisprotokolle über das skandalöse Verhalten der RUB-Security am gestrigen Abend einreichen.«

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30. Apr. 2016, 18:27 Uhr

LeserInnenbrief von mkorsakov:

Die RUB soll offenbar endgültig in einen unattraktiven Betonklotz transformiert werden.

Sorry – aber die RUB ist ein unattraktiver Betonklotz, da helfen die paar Parties auch nix.


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