Sonntag 03.04.16, 07:37 Uhr
update

Nazi-Aufmarsch am 1. Mai

Der NPD-Landesvorsitzende Cremer hat gestern in Essen mitgeteilt, dass der schon länger angekündigte NPD-Aufmarsch am 1. Mai in Bochum stattfindet. Bochum ist in diesem Jahr der Ort der zentralen DGB-Kundgebung in NRW. Das bedeutet, dass  die Ministerpräsidentin NRW und der DGB-Landesvorsitzende Hauptredner der Kundgebung in Bochum sein werden. Eine weitere Demo hat am 1. Mai in Bochum die anarchosyndikalistische FAU angemeldet. Am Wochenende vor dem 1. Mai organisiert der DGB NRW traditionell am Ort der zentralen Mai-Kundgebung eine antifaschistische Fachtagung. Sie findet unter dem Motto “Solidarität statt Rechtsruck – Zusammenhalten gegen Rassismus und Ausgrenzung” am 23. April im Bahnhof Langendreer statt. Die Einladung.
update: Die anarchistische Gruppe Bochum teilt mit, dass der Hinweis auf die  FAU-Demo falsch ist. Die anarchistische Gruppe ruft zu einem antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo auf.

3 LeserInnenbriefe zu "Nazi-Aufmarsch am 1. Mai" vorhanden:

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3. Apr. 2016, 15:31 Uhr

LeserInnenbrief von Max P.:

Und zu mehr als einer “Fachtagung” und Würstchengrillen am Rathausplatz am 1. Mai reicht das antifaschistische Engagement des DGB in Bochum nicht? Das ist Bitter.

Leute, Arsch hoch es, wird sich um den größten Naziaufmarsch seit 2008 in Bochum handeln. Da ist mit Reden schwingen allein nix getan.


 

3. Apr. 2016, 16:12 Uhr

LeserInnenbrief von Sybille:

@Max P.:
Na, da würden sich die Nazis aber freuen, wenn der DGB auf Grund einer Ankündigung von Nazi-Cremer sein Programm am 1. Mai ändert.
Es müsste eigentlich selbst dem größten Gewerkschaftshasser klar sein, dass es das dümmste wäre, die NPD jetzt durch so etwas aufzuwerten.


 

3. Apr. 2016, 16:30 Uhr

LeserInnenbrief von Ralf Feldmann:

Was soll die Pöbelei gegen den DGB? Die Fachtagung hat immerhin das ganze rechte Spektrum im Blickfeld, auch die, die weit gefährlicher sind als Cremers siechendes Trüppchen. Ich finde es reichlich großkotzig, das mit “Reden schwingen” abzutun und den “Arsch” als zu bewegenden Körperteil des Widerstandes zu beschwören. Ich würde Max bitten, den Kopf anzustrengen, um die Nazis wirkungsvoll und kreativ zu empfangen. Hannelore Kraft ist sicher ein nur mäßig attraktives Gegenprogramm.


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