Freitag 01.04.16, 00:01 Uhr

Bundespräsident Gauck fordert kirchenglockenfreien Tag

In der Debatte um Tanz- und Filmverbote an stillen Feiertagen wie dem christlichen Karfreitag hat Bundespräsident Joachim Gauck mehr Toleranz gegenüber Atheisten und Agnostikern angemahnt. »Ich würde mich sehr über einen gesetzlichen Feiertag für unsere nichtgläubigen Mitbürgerinnen und Mitbürger freuen«, schrieb der ehemalige Pastor in einem Fax an die Kultusministerkonferenz. An diesem »Tag der Toleranz«, so Gauck, könnten die Deutschen der Millionen Menschen gedenken, die »als Ungläubige verfolgt und ermordet wurden«. Christen sollten sich aus Rücksicht auf die Trauergefühle nichtgläubiger Bürger an diesem Tag in religiöser Zurückhaltung üben. »Wir Christen müssen ja nicht gleich unseres Nächsten Esel und Weib begehren«, betonte Gauck unter Anspielung auf das zehnte Gebot, das eben dieses verbietet. »Wir könnten aber einen Tag lang auf Glockengeläut und Stoßgebete in der Öffentlichkeit verzichten«, regte der 76-Jährige an. 24 Stunden pro Jahr sei dies den Menschen durchaus zumutbar. Die städtischen Ordnungsämter könnten die Einhaltung dieser Regel überwachen und müssten im Falle der Zuwiderhandlung Geldbußen verhängen.

4 LeserInnenbriefe zu "Bundespräsident Gauck fordert kirchenglockenfreien Tag" vorhanden:

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1. Apr. 2016, 10:18 Uhr

LeserInnenbrief von karlheinz denzo:

Das ist nun wirklich der dümmste aller Aprilscherze, die man heute so lesen kann…


 

1. Apr. 2016, 14:00 Uhr

LeserInnenbrief von Michael Wenzel:

Das ist nun wirklich der witzigste aller Aprilscherze, die man heute so lesen kann…


 

1. Apr. 2016, 18:00 Uhr

LeserInnenbrief von Bochumer Schluckspecht:

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob es sich um einen Aprilscherz handelt.
Da Gauck in der Regel irgendwelche Hausfrauenweisheiten von irgendeinem Tageskalender vorliest, könnte er sich diesmal vielleicht vergriffen haben und nicht zum Herrenhuther Tageskalender gegriffen haben.

Der “pfaffige Dorfbürgermeister”(Frank Castorff) schafft das.


 

1. Apr. 2016, 19:35 Uhr

LeserInnenbrief von brian:

Ich finde es sehr gekonnt, auf so etwas Bescheuertes und Überkommenes wie das Feiertagsgesetz eine derartig treffende Persiflage zu formulieren.


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