Freitag 26.02.16, 20:55 Uhr

Israelische Narrative
zum Palästinakonflikt

Am Dienstag, den, 1. 3. um 19.30 Uhr lädt die Evangelische Stadtakademie, Westring 26 zu einem Vortrag von Micha Brumlik ein mit dem Titel “Israelische Narrative zum Palästinakonflikt – Israels Literatur und Geschichtsschreibung zum Konflikt mit den Palästinensern. In der Einladung heißt es: »Angesichts der Opfer und der verheerenden Auswirkungen des Bürgerkriegs in Syrien mag der Palästinakonflikt als „weniger bedeutend“ erscheinen. Jedoch fokussiert sich in diesem Konflikt ein Großteil der Spannungen im Nahen Osten. Eine Diskussion darüber scheint den Kirchen kaum möglich, denn es geht um das jüdische Volk sowie um jenes Land, von dem die Bibel erzählt – und das auf dem Hintergrund der deutschen Geschichte.
Allerdings: so gut wie alles, was die Kirchen – zumal in Deutschland – meinen, kritisch zur aktuellen Politik des Staates Israel einwenden zu müssen, wurde längst in Israel selbst und zwar von zionistischen (!) Autorinnen und Autoren festgestellt und kritisiert. In den literarischen Werken von S. Yishar, David Grossmann und Amos Oz findet das ebenso seinen Ausdruck wie in den Studien des Historikers Benny Morris und Eva Illouz. Der Vortrag gibt einen Überblick darüber, wie der Palästinakonflikt in der Literatur und Presse Israels verhandelt wird.
Professor Dr. Micha Brumlik war von 2000 bis 2015 Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt mit dem Schwerpunkt „Theorie der Erziehung und Bildung“.
Von 2000 bis 2005 war er der Leiter des Fritz Bauer Instituts, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte
und Wirkung des Holocaust. Für sein akademisches und literarisches Schaffen erhielt er die Hermann-Cohen-Medaille für Jüdische Kulturphilosophie 2003 der Hermann-Cohen-Akademie. Am 13. März 2016 wird er mit der Buber-Rosenzweig-Medaille für Verständigung zwischen Juden und Christen ausgezeichnet für seine kritischen und pointierten Beiträge in der gesellschaftspolitischen Debatte. „Als liberal-religiöser Jude demonstriert er dadurch exemplarisch, dass Religiosität und Vernunft, religiöse Identität und demokratisches Selbstverständnis nicht in Widerspruch zueinander stehen, sondern auf inspirierende und fruchtbare Weise einander ergänzen können.“ (Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit)
Gebühr: 5,– €, erm. 3,– € und für Akademiemitglieder«

 
 
 
 


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