Mittwoch 24.02.16, 14:36 Uhr

Bochum wird zentrales Drehkreuz
für Geflüchtete in NRW

Die Verwaltung hat den Ratsfraktionen heute per Informationsschreiben mitgeteilt, dass in der ehemaligen Polizeikaserne am Gersteinring die zentrale und einzige „Landeserstaufnahmeeinrichtung“ für Geflüchtete in NRW eingerichtet werden soll. Das bedeutet: Alle Geflüchteten, die Nordrhein-Westfalen zugewiesen bekommt, sollen sich zukünftig persönlich in Bochum vorstellen und registrieren lassen müssen. Ziel ist es, die Einrichtung im Sommer zu eröffnen. Dafür soll in der Kaserne dann rund um die Uhr (24 Stunden, 7 Tage die Woche) gearbeitet werden. Alleine aus Bayern sollen täglich etwa 1.500 Geflüchtete per Bus nach Bochum transportiert werden, um hier erfasst zu werden. Von hier aus soll dann die Verteilung auf die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes erfolgen. Die ehemalige Kaserne am Gersteinring soll also zu einer Durchlaufstation für alle Geflüchteten in NRW werden. Übernachtungsplätze sind hier nicht geplant.
Neben der Landeseinrichtung an der Unterstraße soll Bochum eine zweite Landesunterkunft mit ebenfalls 500 Plätzen bekommen. Die Notunterkünfte an der  Lewacker Str. und im Harpener Feld will das Land aufgeben. Bochum muss als Kompensation für die Durchlaufstation in der ehemaligen Polizeikaserne am Gersteinring 1.000 Unterkunftsplätze für Geflüchtete weniger schaffen als eigentlich im NRW-weiten Verteilungsschlüssel vorgesehen.

1 LeserInnenbrief zu "Bochum wird zentrales Drehkreuz
für Geflüchtete in NRW" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Bochum wird zentrales Drehkreuz
für Geflüchtete in NRW" als RSS


 

25. Feb. 2016, 23:29 Uhr

LeserInnenbrief von Lukas Marquitan:

Seit Jahren habe ich beobachtet wie in der Gegend am Gersteinring, Stadion und Planetarium immer mehr Sportplätze mit hohen grünen Zäunen versehen wurden.
Ich fand das schon lange unheimlich weil es es offensichtlich war, daß hier sehr sehr viele Menschen notfalls unaufwendig eingesperrt werden können und das in der unmittelbaren Nähe der Polizeikaserne und dem Stadion. Die Logistik war also da, jetzt kann sie notfalls verwendet oder getestet werden.
Ein gutes Gefühl hinterlässt das nicht.


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de