Donnerstag 11.02.16, 15:07 Uhr
Nach dem Scheitern von Vonovia:

Neue Runde der Spekulation erwartet

Auch wenn der aktuelle Versuch einer feindlichen Übernahme des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen durch den Bochumer Konzern Vonovia vorerst gescheitert sei, werde der Übernahmekampf  weiter gehen erklärt die Soziale Liste und erklärt weiter: Die Aktionäre der Deutschen Wohnen haben mehrheitlich das derzeitige Vonovia-Angebot nicht aus sozialen Gründen den Mietern gegenüber abgelehnt, sondern weil sie ein höheres Angebot für den Verkauf ihrer Aktien erwarten. „Damit geht die Spekulation unter den Wohnungskonzernen in eine neue Runde“, so Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste im Rat.
Die Konzentration der Immobilienkonzerne gehe schon seit Jahren zu Lasten der Mieterinnen und Mieter. Dem ausgeprägten Gewinnstreben habe Vonovia schon immer die Forderungen nach Bereitstellung von bezahlbaren Mietwohnungen und den sozialen Wohnungsbau untergeordnet.
„Aufgrund der jüngsten Ereignisse ist die öffentliche Hand zum Eingreifen in den Wohnungsmarkt aufgerufen“, erklärt die Soziale Liste. Für die aktuelle Wohnungspolitik in Bochum fordert sie, eine Satzung zum Schutz und Erhalt von Wohnraum zu schaffen. Da auch die VBW wenig Interesse am sozialen Wohnungsbau zeige, sieht die Soziale Liste außerdem die Notwendigkeit der Gründung einer städtischen Wohnungsbau-Genossenschaft. Außerdem sollen städt. Grundstücke für den Wohnungsbau nur noch bei einer 25%-igen Quote für den sozialen Wohnungsbau abgegeben werden.

 
 
 
 


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