Dienstag 26.01.16, 21:28 Uhr
Auch 71 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslager Auschwitz:

Jeder Form von Rassismus entgegenstellen

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Das “Bochumer Bündnis gegen Rechts” und das “Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit” haben zum 71. Jahrestag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Dokumentation und einen Appell vorgestellt. Das Bochumer “Bündnis gegen Rechts” dokumentiert in einer Broschüre den Rundgang auf dem Freigrafendamm am 8. Mai 2015 zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Mit eindrucksvollen Photos und mit den an sechs Stationen gehaltenen Reden wird an die Opfer des deutschen Faschismus erinnert und an den gewerkschaftlichen und politischen Widerstand. Im Vorwort der Broschüre heißt es:”Aktuell ist die Erinnerung an die Befreiung auch deswegen, weil in Deutschland die militante und extreme Rechte existiert und Zulauf erhält. Das Gedenken an die Befreiung vom Faschismus ist vor allem eine Erinnerung an die Opfer, aber gleichzeitig eine Aufforderung, sich heute jeder Form von Rassismus entgegenzustellen”. Genau darauf zielt der Appell ab, den das Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit vorstellte.  Hier heißt es u. a.:
“Aber die Geflüchteten erleben auch Ablehnung, Bedrohungen und Angriffe von Rechtspopulisten, Rechtsextremisten, alten und neuen Nazis. Und sie erleben, dass es Bürger_innen gibt, die den demagogischen Hetzparolen aus Unwissen, Sorge und Angst auf den Leim gehen und verunsichert sind. Sie stoßen auf Parolen wie „Das Boot ist voll“, sie stoßen auf Fremdenfeindlichkeit und Widerstand. Diesen Entwicklungen stellen wir uns entschieden entgegen, klären auf und weisen jeglichen Rassismus zurück. Statt Abschiebung und Ausgrenzung wollen wir Integration und Einbeziehung. [...] Geflüchtete sind nicht die Ursache für die finanziellen Rahmenbedingungen, durch sie werden längst vorhandene Probleme besonders deutlich.” Unter der Überschrift “Herausforderungen anpacken – die Chancen nutzen” werden u. a. konkrete Forderungen an die Bochumer Politik formuliert.  Der Bochumer Appell

 
 
 
 


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de