Montag 11.01.16, 14:40 Uhr

GEW kritisiert Lobbyismus an Schulen

Der GEW-Stadtverband Bochum kritisiert den wachsenden Lobbyismus von Unternehmensverbänden an Schulen. „Die Strategie der Unternehmenslobbyisten ist offensichtlich: Firmen wollen direkten Einfluss auf die Lerninhalte nehmen“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer. Das jüngste Beispiel für fragwürdigen Lobbyismus ist der Versuch des Mitglieds der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Peter Clever, das Erscheinen der Arbeitshilfe „Ökonomie und Gesellschaft“ durch Einflussnahme bei Innenminister De Maizière zu verhindern. „Ökonomie und Gesellschaft“, welches von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird, war daraufhin zunächst offiziell vergriffen. Nun ist das Arbeitsmaterial wieder erhältlich. Mitgearbeitet haben an der Erstellung so renommierte Wissenschaftler_innen wie Bettina Zurstrassen oder Tim Engartner. Mit Engartner hat die GEW-Bochum in der Vergangenheit Lehrerfortbildungen und Schülerseminare veranstaltet.
Die Arbeitshilfe „Ökonomie und Gesellschaft“ eignet sich als Unterrichtsmaterial für die Fächer Wirtschaft, Soziologie, Politik und enthält Kopiervorlagen, Filme und Arbeitshilfen zu Themen wie: Lobbyismus, Finanzkrise, Sozialstaat oder Herausforderungen an die Ökonomie im 21. Jahrhundert und kann während der Geschäftszeiten (Mo. – Mi. 11 -17 Uhr) in der GEW-Geschäftsstelle, Alte Hattinger Straße 19 eingesehen und auch ausgeliehen werden.

 
 
 
 


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