Mittwoch 06.01.16, 17:33 Uhr

Einbruch auf dem Arbeitsmarkt

Ein weiteres Jahr ungelöster Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, konstatiert der Bochumer DGB. Während auf der Bundesebene Lobeshymnen auf die Arbeitsmarktentwicklung formuliert werden, stelle sich die Lage in Bochum deutlich schwieriger dar. So sei der vermeintliche Trend beim Abbau der Arbeitslosigkeit in diesem Monat eingebrochen. In Bochum stiegen die Zahlen zum Vormonat um 60 und auch im Jahresvergleich ist ein Anstieg der Zahl der Erwerbslosen um 435 festzustellen. Das ist kein Ausdruck für eine gute Beschäftigungslage. Zumal der DGB darauf hinweist, dass es keine zuverlässige Statistik darüber gibt, welche Arbeitsplätze besetzt worden sind. So sei an keiner Stelle erkennbar, wie es mit Vollzeit und Teilzeit aussehe und auch die Qualität der Beschäftigungen bleibe offen. DGB-Vorsitzende Eva Kerkemeier: „Wir müssen leider davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil der Stellen in Teilzeit und prekärer Beschäftigung entstanden sind. Natürlich ist das in vielen Fällen besser, als in Arbeitslosigkeit zu verharren, aber es ist gleichfalls davon entfernt, unseren Forderungen nach guter Arbeit zu entsprechen.“
Der DGB sieht für das laufende Jahr zunehmende Herausforderungen, die nur gelöst werden können, wenn die Binnenkaufkraft gestärkt wird, die Unternehmen und die öffentliche Hand wieder stärker investieren, um Arbeit zu schaffen. Nur damit könne die Agentur für Arbeit ihre Vermittlungen steigern.

 
 
 
 


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