Donnerstag 10.12.15, 09:04 Uhr

Der Beliebigkeit preisgegeben!

Die Einweihung des Platzes des Europäischen Versprechens am 11. Dezember nimmt die Soziale Liste zu Anlass, um auf die enormen Kosten und die fehlende inhaltliche Aussage des Platzes hinzuweisen. In einer Erklärung der Sozialen Liste heißt es: »Wofür steht dieser Platz? Für ein Europa der Stärke, das Kriege führt? Ein Europa der Abschottung, das wieder Grenzzäune baut? Oder doch für ein offenes Europa des Friedens und der Völkerverständigung? Es wird nie zu erfahren sein, welches europäische Versprechen die 14.000 Namensgeber auf den teuren Basaltplatten gegeben haben. Der Platz des europäischen Versprechens wird so inhaltlich der Beliebigkeit preisgegeben. Da helfen auch keine peinlichen Erklärungs- und Deutungsversuche des Künstler Jochen Gerz.

Erinnert werden muss an diesem Tag auch an die enorme Kostensteigerung von ursprünglich 960.000 € auf 3,35 Mio. € Euro. Das Rechnungsprüfungsamt kam 2013 in einem Prüfbericht zu dem Ergebnis, dass die Stadt bei der Steuerung des Projektes versagte und der „dominanten Stellung von Herrn Gerz“ keine (finanziellen) Grenzen setzte. Einfachste Grundregeln der Vertragsgestaltung wurden nicht eingehalten und dem Projekt ein direkter Zugriff auf die öffentlichen Kassen ermöglicht. So wurde das Projekt „Platz des europäischen Versprechens“ im Laufe der Jahre immer mehr zum Sinnbild von Steuergeldverschwendung, schlampiger Arbeit und Selbstbedienungsmentalität.«

Vor diesem Hintergrund wäre es aus Sicht der Sozialen Liste angebrachter gewesen, den Platz in aller Stille in Betrieb zu nehmen und Schlussfolgerungen aus diesem Projektverlauf zu ziehen.

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13. Dez. 2015, 18:49 Uhr

LeserInnenbrief von Christoph Nitsch:

“Inhaltliche Beliebigkeit”, dafür stand dieser Platz von Anfang an, es war nie eine Aussage erkennbar!


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