Montag 26.10.15, 08:11 Uhr
Filmgespräch mit der Fritz-Bauer-Biografin Irmtrud Wojak

Der Staat gegen Fritz Bauer


Ab Donnerstag, den 29. Oktober 2015 läuft im endstationKino der Film “Der Staat gegen Fritz Bauer”. Der Film zeigt, wie der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer Mitte der 50-er Jahre des letzten Jahrhunderts darum kämpft, dass die Verantwortlichen für die Verbrechen des Nazi-Regimes juristisch zur Verantwortung gezogen werden. Seine GegnerInnen waren in den meisten Fällen bis 1945 Mitglied der NSDAP. Sie sitzen in der Adenauerrepublik wieder an den Hebeln der Macht. Der Film gewann beim diesjährigen Filmfestival in Locarno den begehrten Publikumspreis. Die meisten Kritiken beurteilen den Film äußerst positiv. Die Jungle World, die TAZ, die FAZ oder die Zeit empfehlen z. B. den Film. Die Süddeutsche Zeitung charakterisiert ihn als spannenden Politik-Thriller. Der Film ist kein Dokumentarfilm. Er bedient eher das Tatort-Format. Für einige KritikerInnen z. B. in der Frankfurter Rundschau oder im Ossietzky überschattet die Methode “Sex and Crime” dann auch den Inhalt einer Würdigung von Fritz Bauer.
Die HistorikerIn Irmtrud Wojak hat mehrere Jahre über das Wirken von Fitz Bauer geforscht und sich mit einer Biografie über ihn habilitiert. Sie steht am Sonntagabend, den 1. 11. im Anschluss an den Film, der um 19 Uhr beginnt, zum Filmgespräch zur Verfügung. Sie wird der Filmfigur im Polit-Thriller die historische Person gegenüberstellen und der Frage nachgehen, wie weit darf sich ein “Spiel”-Film” von den historischen Fakten entfernen. Wann wird die Darstellung eines Filmheldens zu einer Fälschung.
Zum Filmgespräch lädt das endstationKino in Kooperation mit dem Bochumer Friedensplenum und dem Bündnis gegen Rechts ein.
Spielzeiten des Films:

Do. 29. Okt. 20:00 Uhr
Fr. 30. Okt. 19:00 Uhr
Sa. 31. Okt. 19:00 Uhr
So. 01. Nov. 19:00 Uhr
Mo. 02. Nov. 19:00 Uhr
Di. 03. Nov. 19:00 Uhr
Mi. 04. Nov. 17:00 Uhr

 
 
 
 


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de