Brief an das Friedensplenum von:
Freitag 07.08.15, 09:21 Uhr

Günter Gleising

Liebe Sigrid, lieber Volker,
natürlich werde ich zu den Aktionen kommen.
Auf eure Frage (an die OB-Kandidaten/in) was in Sachen Frieden in Bochum getan werden soll, antworte ich wie folgt:
Gewalt darf in Bochum kein Mittel zur Durchsetzung politischer Interessen sein! Kommunale Ausgaben für Bunker, Munitionstransporte, militärische Infrastruktur, etc. sind ersatzlos zu streichen. Kriegsverherrlichende, das „Soldatentum“ oder den „Soldatentod“ glorifizierende Aktionen und Veranstaltungen sollen in Bochum nicht stattfinden bzw. unterbunden werden. Nach Faschisten und Militaristen benannte Straßen und Plätze sollen umbenannt werden. Die Ehrenbürgerschaft für Paul v. Hindenburg muss endlich aberkannt werden.
Insbesondere wende ich mich, mit vielen anderen, gegen Propaganda und Aktionen der Bundeswehr in den Schulen, Arbeitsämtern, den Hochschulen und den Straßen unserer Stadt. Die Bundeswehr hat an Schulen und den Hochschulen nichts zu suchen. Dies gilt in besonderem Maße auch für Veranstaltungen wie die Berufsbildungsmesse. Stattdessen soll eine konsequente Friedenserziehung an allen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen stattfinden.
Nazis und Rassisten haben in Bochum nichts verloren. Von den Polizei- und Justizbehörden, sowie der Stadt Bochum erwarte ich endlich ein konsequentes Durchgreifen gegen rechte Gewalt und Nazipropaganda. Solange dies nicht geschieht, werde ich mich bei Aufmärschen von Nazis und Angriffen auf Menschen auch in Zukunft an Gegendemonstrationen und Aktionen des zivilen Ungehorsams beteiligen. Es gilt das Ziel zu verwirklichen, dass in unserer Stadt jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder kultureller Szene ohne Angst leben und am öffentlichen Leben teilnehmen kann.
Aber ohne Frieden ist alles nichts. Deshalb hat nach wie vor der Einsatz für eine friedliche und atomwaffenfreie Welt oberste Priorität.
günter gleising

 
 
 
 


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