Donnerstag 25.06.15, 16:44 Uhr

ver.di befragt die Mitglieder

Zu dem Ergebnis der Schlichtungsverhandlungen im Erziehungs- und Sozialbereich wird es eine Mitgliederbefragung geben. Gudrun Müller, Geschäftsführerin von ver.di in Bochum und Herne begrüßt diese Entscheidung: „Wer sollte besser über die Schlichtungsempfehlung und einen darauf basierenden Verhandlungsstand entscheiden können, als die betroffenen ver.di-Mitglieder in den Einrichtungen und Betrieben des Sozial- und Erziehungsdienstes?“ Das Ergebnis der Schlichtungsverhandlungen war auf einem Treffen der ver.di-Mitglieder in Bochum in den betreffenden Einrichtungen auf einhellige Ablehnung gestoßen. Hauptkritik war, dass die Empfehlung keine wirkliche Aufwertung der schwierigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten vorsieht und insbesondere im Bereich der Sozialarbeit und Sozialpädagogik völlig unzureichend ist.
Gudrun Müller: „Die Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst erwarten zu Recht, dass ihre Arbeit aufgewertet wird. Deshalb muss versucht werden, in den aktuell stattfindenden Verhandlungen mit den Arbeitgebern noch Verbesserungen zu erreichen. Dies betrifft vor allem den Bereich der Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen, aber auch etwa die Frage der Laufzeit.”
“Wir wissen natürlich, dass wir uns in einer extrem schwierigen Situation befinden“, so Gudrun Müller. “Auf der einen Seite gibt es die auch von allen Umfragen bestätigte Einschätzung in der Bevölkerung, dass die soziale Arbeit eine erhebliche Aufwertung verdient hat. Auf der anderen Seite gibt es unnachgiebige Politiker, die darauf spekulieren können, dass ihnen jeder weitere Streiktag Geld in die Kassen spült und es nur eine Frage der Zeit ist, wann die Eltern die Geduld bei einem neuen Streik verlieren und ihre bisherige Solidarität mit den Beschäftigten in den Kitas aufkündigen.”
Ver.di wird die nächsten Tage dazu nutzen, um in Bochum in einer Reihe von Veranstaltungen mit den Beschäftigten und den Eltern zu überlegen, welche klugen Strategien es gibt, damit die soziale Arbeit in unserer Gesellschaft den Wert erhält, den sie verdient.

 
 
 
 


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