Dienstag 16.06.15, 19:44 Uhr

Die nächsten 2 Mio für das Konzerthaus

Die Linksfraktion schreibt: »Das Musikzentrum wird mindestens zwei weitere Millionen Euro teurer. Auf der nächsten Ratssitzung soll ein Mehrbedarf von fast zwei Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. “Damit bestätigen sich erneut unsere Befürchtungen“, sagt Horst Hohmeier, Ratsmitglied und Oberbürgermeisterkandidat Der Linken. „Die Mehrkosten werden den engen städtischen Haushalt zusätzlich belasten“, so Hohmeier weiter. Besonders pikant: Um die Mehrkosten zu finanzieren, soll am dringend benötigten Mensaausbau für Bochumer Schulen gekürzt werden und es werden Gelder aus dem Baulandkonzept abgezogen. Um Fördergelder für das Musikzentrum zu retten, werden so unter Umständen Fördermittel an anderer Stelle liegen gelassen.
Das Musikzentrum soll angeblich im März 2016 fertig gestellt sein. Um aber Förderverluste zu vermeiden, müssen die entsprechenden förderfähigen Rechnungen und Leistungen bis zum 31.12.2015 erbracht und abgerechnet sein. Alles, was dann noch im neuen Jahr anfällt, muss die Stadt Bochum als Bauherrin zusätzlich in voller Höhe selbst aufbringen.
„Diese zwei Millionen Euro kommen zu den anderen Risiken und Mehrkosten hinzu, die bereits bekannt waren“, sagt Horst Hohmeier. “Künstlich kleingerechnete Bau- und Betriebskosten, Kostensteigerungen in Millionenhöhe durch den Bau des Verwaltungstrakts, Verplanung von überhaupt nicht vorhandenen Mitteln der Stiftung Bochumer Symphonie – diese rot-grüne Politik, die von der CDU in weiten Teilen mitgetragen wird, gefährdet die Handlungsfähigkeit der Stadt. Und leider ist zu befürchten, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.“«

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17. Jun. 2015, 17:37 Uhr

LeserInnenbrief von Ralf Feldmann:

“Und wenn es 38 Millionen werden, ist das auch keine Überraschung.” Worte des damaligen SPD-FRAKTIONSVORSITZENDEN Fleskes vor dem Baubeschluss des Rates auf einer WAZ-Bürgerdiskussion vor Ort. Und die nach Dortmund abgewanderte CDU-Rechtsdezernentin Jaeger hielt später der Bürgerinitiative für eine Bürgerentscheidung gegen das Konzerthaus wahrheitswidrig vor, es gebe gar keine Festlegung auf 33 Millionen als Bedingung für einen Baubeschluss. Sehenden Auges ist eine ganz grosse Koalition ins Kostenabenteuer gerannt. Hinzu kommt die völlig unabsehbare Belastung aus der vom Land im Gegenzug für die Konzerthausunterstützung derStadt aufgezwungen Jahrhunderthalle. Wer redet eigentlich noch von diesem Fass? Wie ist da der Stand der Dinge?


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