Dienstag 09.06.15, 18:33 Uhr

Gegen die trübe Brühe

Die Bochumer Linkspartei schreibt: »Auf dem Bundesparteitag der Linken vom 06.07 bis zum 07.06 in Bielefeld hat Gregor Gysi seine Entscheidung verkündet, im Herbst nicht erneut als Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag zu kandidieren. Aus diesem Anlass schreibt der Kreissprecher der Bochumer Linken Amid Rabieh: „Als begnadeter Redner und Wahlkämpfer hat Gregor Gysi an dem bisherigen Erfolg der Linken einen erheblichen Anteil. Dafür gebührt ihm der Dank der gesamten Partei.  Nun braucht es eine profilierte und prominente neue Vorsitzende der Linksfraktion, die glaubwürdig die Positionen unserer Partei vertreten kann. Die Linke ist angetreten um für gesamtgesellschaftliche Alternativen zu kämpfen und um die schamlose Umverteilung von unten nach oben zu beenden. Als Antikriegspartei hat sie ein klares, antimilitaristisches Programm.
Sahra Wagenknecht steht glaubwürdig dafür, dass Die Linke nicht ‘in der trüben Brühe’ aus SPD, Grünen und Union mitschwimmt.“
Amid Rabieh weiter: „Für die weitere Person in der Doppelspitze setze ich auf Dietmar Bartsch. Ein Duo Wagenknecht Bartsch repräsentiert die Unterschiedlichkeit in einer pluralen Linken, die es produktiv zu nutzen gilt, um gegen die Angriffe von Union und SPD auf unsere Grundrechte zu mobilisieren.
Eine starke und geeinte Linke ist die Alternative zu den neoliberalen Kriegsparteien.
Deshalb hoffe ich, dass beide für den Fraktionsvorsitz kandidieren.“«

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10. Jun. 2015, 10:57 Uhr

LeserInnenbrief von Ralf Feldmann:

“Wir müssen lernen, in Regierungen zu gehen und trotzdem gesellschaftliche Opposition zu bleiben.” Das war die wichtigste Ermutigung in Gysis Bielefelder Rede. Dagegen steht Sahra Wagenknechts Abwehrpolemik der “trüben Brühe”, der Amid Rabieh für die Mehrheit der Bochumer Linken sogleich treue Gefolgschaft erweist. Ob daraus eine starke und geeinte Linke werden kann? Mit Blick auf Bochum und NRW bin ich sehr skeptisch.
Warum auch stark und einig, wenn Regieren sowieso nur eine Sünde gegen die reine Lehre ist. Sahra Wagenknecht kann die ja auch folgenlos im Feuilleton vertreten.


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