Montag 08.06.15, 18:27 Uhr

Schlichtung heißt nicht Ruhe geben

Am ersten Tag nach dem vier Wochen langen Streik in den städtischen Kindertagesstätten haben sich die Erzieherinnen mit einem Brief an die Eltern gewandt. Hierin bedanken sich die Erzieherinnen für die Solidarität in den vergangen Wochen und erklären den weiteren Fortgang der Tarifgespräche: „Wir danken Ihnen an dieser Stelle für Ihre bisherige Unterstützung und Solidarität. Eine Schlichtungskommission aus Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften und der Arbeitgeber sowie je einer/m unparteiischer/n Vorsitzender/n wird von ver.di und von den Arbeitgebern benannt. Als Ergebnis der Schlichtung wird eine mit Mehrheit beschlossene Einigungsempfehlung stehen. Danach werden die Verhandlungen wieder aufgenommen. Diese Empfehlung wird dann erneut von unseren Streikdelegierten bewertet. Ob mit dem Schlichtungsspruch, in weiteren Verhandlungen oder mit erneuten Arbeitskampfmaßnahmen eine Lösung gefunden werden kann, wird dann entschieden.“
Der zuständige ver.di Sekretär David Staercke ist überzeugt: „Die vier Wochen haben gezeigt, dass die Arbeitgeber es nicht geschafft haben, einen Keil zwischen den Beschäftigten und den Eltern zu treiben. Das wird bei den Schlichtungsverhandlungen ein Gewicht haben. Ich hoffe, die Politiker sind nicht so ignorant, dass sie sich über die Meinung der Bevölkerung hinwegsetzen.“
In den nächsten Tagen während der Schlichtung werden die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsbereich morgens und mittags mit einer Mahnwache vor dem Rathaus stehen und an ihre Forderung für eine Aufwertung ihrer Arbeit erinnern.
Für Mittwoch um 17.30 Uhr hat ver.di alle Beschäftigten im Streikzelt an der Universitätsstraße zu einer Vollversammlung eingeladen.

 
 
 
 


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