Sonntag 31.05.15, 10:05 Uhr

(Un)sichtbare Grenzen – In Szene gesetzt

Am 3. Juni werden um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer drei Kurzfilme gezeigt, die im Projekt „Unsichtbare Grenzen – In Szene gesetzt” in Tandems von je einem jungen Flüchtling und einem/-r FilmemacherIn entstanden sind. Sie spiegeln in diversen Facetten und sehr persönlich das alltägliche Leben junger Flüchtlinge in Berlin wider. In der Einladung heißt es: »Im anschließenden Gespräch möchten wir über Barrieren nachdenken, die im Leben eines jungen Flüchtlings überwunden werden müssen. Dazu gehören ihre Bildungsmöglichkeiten, das Prozedere der Altersfestsetzung, genauso wie die Konfrontation mit Vorurteilen und den Gefühlen der Fremdheit und Einsamkeit. Zur Diskussion sind eingeladen: Nelli Foumba (Jugendliche ohne Grenzen), Antonia Kreul (Flüchtlingsrat NRW), VertreterInnen der Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAFF).
Junge Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz suchen, haben oft schwere Gewalt erlebt und eine lebensbedrohliche Zeit der Vertreibung und Flucht hinter sich. Häufig sind sie traumatisiert. Ob es ihnen gelingt, sich im Exil ein gesundes, menschenwürdiges Leben aufzubauen, ist in hohem Maße abhängig von den Lebensbedingungen, der Zuwendung und dem Schutz, die ihnen in der Zeit nach der Flucht gewährt werden.
Weil rassistische Ressentiments, Vorurteile und Stereotypen von vermeintlich Fremden insbesondere auch Flüchtlingen gegenüber in Deutschland nach wie vor gesellschaftsfähig sind, möchten wir den Blick auch darauf lenken, welche Hürden wir als Gesellschaft noch überwinden müssen, um der vielzitierten “Willkommenskultur” näher zu kommen.«

 
 
 
 


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