Mittwoch 20.05.15, 21:00 Uhr

Soziale Berufe finanziell aufwerten

„Vorbehaltlos unterstütze ich die aktuellen Streikmaßnahmen im Sozial- und Erziehungsdienst. Es ist ein absoluter Skandal, dass die Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände noch immer kein verhandelbares Angebot unterbreitet hat. Eine Aufwertung der für diese Gesellschaft so wichtigen Berufe hat jedoch bisher nicht stattgefunden“, kritisiert die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen der Linksfraktion anlässlich des anhaltenden Streiks von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Sozial- und Erziehungsberufen. Dagdelen weiter:  „Es reicht keineswegs aus, den Betroffenen für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit einzig mit blumigen Allgemeinplätzen zu danken, wie es die Arbeitgeber bisher getan haben. Vielmehr muss sich eine ernsthafte Wertschätzung der sozialen Arbeit auch beim Gehalt bemerkbar machen. Die massiven Belastungen, unter denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sozialberufen zu leiden haben, sind seit Jahren bekannt. Ich unterstütze daher die Forderung nach einer Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich rund zehn Prozent führen würden. Dass das Gehalt der Betroffenen aktuell noch immer auf dem Niveau von 1991 ist, ist durch nichts zu rechtfertigen. Es ist nun endlich an der Zeit, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sozialberufen einen Lohn bekommen, der für ein gutes Leben ausreichend ist. Zugleich muss die vielerorts gängige Praxis der Befristung der Arbeitsplätze eingestellt werden.“

 
 
 
 


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