Mittwoch 13.05.15, 07:58 Uhr
An die Streikenden in den Erziehungs- und Sozialberufen:

Das muss drin sein – Aufwertung jetzt!

Die Streikenden in den Erziehungs- und Sozialberufen treffen sich heute von 10 Uhr – 11.30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Rathaus. Die Linke im Rat der Stadt Bochum unterstützt den Streik und die Forderungen nach einer Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe nachdrücklich und schreibt in einer Solidaritätserklärung: »Dieser Streik ist wichtig und richtig – und zwar aus mehreren Gründen. Zunächst einmal steht für uns fest, dass ihr bessere Arbeitsbedingungen, eine angemessene Bezahlung und mehr Wertschätzung verdient habt. Es muss Schluss damit sein, dass überall dort, wo es um die Erziehung von Kindern, um Soziale Arbeit oder die Pflege von alten und kranken Menschen geht, die Arbeitsbedingungen schlecht und die Einkommen gering sind.
Das alleine würde als Begründung für diesen Streik schon ausreichen. Aber euer Arbeitskampf steht auch in einem größeren gesellschaftlichen Kontext. Wer für eine ausreichende Finanzierung der Sozial- und Erziehungsberufe kämpft, streitet damit auch für unser Bildungs- und Sozialsystem insgesamt – und für eine Gesellschaft, in der weder Kinder und Familien noch Ältere und Pflegebedürftige auf der Strecke bleiben. In dieser Auseinandersetzung stehen die Beschäftigten und alle, die auf gute Arbeit in Kitas, auf soziale Dienstleistungen oder irgendwann einmal auf Pflege angewiesen sind, auf der gleichen Seite. Mit anderen Worten: Ihr streikt für uns alle mit – und dafür sagen wir danke!
Und als Ratsfraktion sagen wir: Auch die Stadt Bochum ist in der Verantwortung, sich für ein Ende der Blockadehaltung der kommunalen Arbeitgeber einzusetzen. Wegducken gilt nicht! Es ist nicht zu wenig Geld da – das Geld ist nur ungerecht verteilt. Wer Steuergeschenke an Reiche verteilt und Milliarden für die Rettung von Banken statt für Menschen locker macht, kann nicht gleichzeitig behaupten, unsere gemeinsamen Forderungen seien unbezahlbar. Wir bauchen ein sozial gerechtes Steuersystem und eine Politik, die öffentliche Daseinsvorsorge ausreichend finanziert.
Deshalb unterstützen wir eure Forderungen und werben auch bei Eltern und anderen Betroffenen um Unterstützung für euren Streik. Je entschlossener wir gemeinsam kämpfen, desto schneller wird der Streik erfolgreich beendet. Weiter so! Die Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsbereich gehen uns alle an!«

 
 
 
 


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