Mittwoch 06.05.15, 10:48 Uhr

Mutmaßlicher Bochumer Nazi festgenommen

Spiegel-Online berichtet, dass heute ein 47-jähriger Olaf O. aus Bochum festgenommen worden ist.  Er soll einer Gruppierung “Old School Society” angehören, die unter anderem Terroranschläge gegen Asylbewerberunterkünfte, Moscheen und Angehörige der salafistischen Szene in Deutschland geplant hat. Der Spiegel-Online-Bericht.

3 LeserInnenbriefe zu "Mutmaßlicher Bochumer Nazi festgenommen" vorhanden:

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6. Mai. 2015, 14:05 Uhr

LeserInnenbrief von Zeitungsleser:

Es wird ermittelt wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung (§129a StGB)

PM der Generalbundesanwaltschaft
https://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=17&newsid=545

PM des NRW Innenministeriums:
http://www.mik.nrw.de/presse-mediathek/aktuelle-meldungen/aktuelles-im-detail/news/bundesweiter-schlag-gegen-mutmassliche-rechtsterroristen-innenminister-jaeger-wir-handeln-recht.html

Mal sehen wer dieser Olaf O. ist. Im Bochumer-HoGeSa Symphatisanten Spektrum treiben sich einige Personen mit dem Vornamen Olaf umher. Insofern verwunderlicher Zufall dass es in dieser Gruppe so viele Personen mit gleichem Vornahmen gibt. Zumindest scheinen bisher öffentlich bekannte Bochumer HoGeSa Olaf´s nicht betroffen zu sein. Außer die Ermittlungsbehörden haben einen anderen Nachnamenskürzel verwendet oder es hat weswegen auch immer eine Nachnamensänderung stattgefunden. Das wäre bei der Dichte an staatlichen Spitzeln in der extremen Rechten auch nicht so verwunderlich… Hier einige Bochumer Olaf´s aus dem HoGeSa Spektrum:

-Olaf “Ole” Plachetka, Betreiber “Alibi Sportsbar” am Werner Hellweg 543 Studio “Tatort Tattoo & Piercing” in der Laerfeldstr. 27A

-Olaf Kutschowitz
Bochumer Hooligan-Truppe “Brigade Bochum”

-Olaf Sökeland (HoGeSa, Hool-Szene Bochum)

Erläuterungen und Porträts zu Bochumer HoGeSa Strukturen:
https://linksunten.indymedia.org/en/node/125936#comment-122300


By the way:
Dem HoGeSa Spektrum anzugehören scheint auch der “Herr der Schilder”, der (ehem.) Leiter der Verkehrswerkstatt des Technischen Betriebs der Stadt Bochum. (Achtung: berufl. Position: Stand 2009)
https://www.ruhrnachrichten.de/staedte/bochum/Der-Herr-der-Schilder;art932,709469#plx785572988


 

7. Mai. 2015, 13:09 Uhr

LeserInnenbrief von Antifas aus Bochum:

Bei dem Terrorverdächtigen handelt es sich um Olaf Ogorek aus Günnigfeld. Weitere Infos hier: http://antifabochum.noblogs.org/2015/05/rechter-terror-made-in-wattenscheid/

Bitte macht keine Spekulationen über Namen ohne anständige Recherche. Die meisten HoGeSa/Brigade Sympatisant*innen aus Bochum waren Mitläufer die sich teils den falschen Freundeskreis ausgesucht hatten. Nach den Nazi-Krawallen von Köln hatten sie durchaus einen pädagogischen Schuss vor den Bug verdient, das macht sie aber noch lange nicht zu Terroristen.


 

8. Mai. 2015, 11:04 Uhr

LeserInnenbrief von Paul:

Rechter Terrorismus 2.0 ?

Zumindest das können deutsche Sicherheitsbehörden.
Zum 70. Jahrestag der Befreiung vor dem Naziregime die passende demokratische Wachsamkeit demonstrieren. Wenn man schon über ein Jahrzehnt das NSU-Netzwerk nicht enttarnen konnte, so kann man doch rechtzeitig den aktuellen „Terrorismus“ er-googeln und behaupten, dass dies der Rechtsterrorismus sei.
Aber wie heißt es so schön. Die Einen sind im Dunkeln, die Andern schon im Licht. Hier präsentieren sich die Sicherheitsbehörden als Jahrmarkts-Zauberer, die ein Kaninchen aus dem Hut ziehen – passend zum historischen Trommelwirbel.
Solcher Art „Terroristen“, ausgestattet mit Selfies, Istagram und Facebook, machen es auch den heimischen Nachwuchs-Schreiberlingen und Antifa-Bloggern nicht schwer angebliches Fachwissen zu demonstrieren. Und auch alle anderen Organisationen fühlen sich berufen schnell und zügig eine Pressemitteilung zu verfassen. Das freut die 4. Macht im Staate.

Fehlen tut dieses Engagement aber im Alltag, wenn man sich mit dem Jahrmarkt bundesdeutscher Widerwärtigkeiten, samt seiner braunen Ausscheidungen, eindeutiger beschäftigen müsste. Da bestimmt die „klingende Münze“ wieviel Zeit, Mühen und Anstrengungen man zu derartigen Themen aufbringt – und damit wäre ja wohl alles gesagt.
Aber – ganz zynisch formuliert – das macht Nichts bei dem derzeitigen Niveau „demokratischen“ Engagements. Denn die nächsten rechten Angriffe kommen bestimmt. Ergriffen – nicht-eingreifend – kann man sich dann wieder einem Schwarm aufrecht-empörter Twitter-Meldungen anschließen und rufen „Ich habe es doch gewusst“. Wie hilfreich.


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