Samstag 04.04.15, 17:33 Uhr

Always Look on the Bright Side of Life

Die Vorführung des Films Das Leben des Brian im Sozialen Zentrum verlief gestern in gewohnt fröhlicher Stimmung. Die beachtliche Medienresonanz, die dieses Ereignis gefunden hat, sorgte dafür, dass das Soziale Zentrum rappelvoll war. Ca. 50 Gäste mussten wieder umkehren, weil sie keinen Platz mehr fanden. Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigte anschl. Szenen,  die beim Final Cut des Film entfernt wurden. Abschließend war noch die Originalfassung The Life of Brian zu sehen. Es war nur kurzfristig ein Besucher im Sozialen Zentrum, der sich so benahm, als wenn er als Beobachter der Stadt gekommen sei. Er verschwand nach wenigen Minuten. Der Abend verlief ohne Störungen der Religionspolizei. Die Initiative will die Protestaktion gegen das Feiertagsgesetz im nächsten Jahr wiederholen, falls das Gesetz bis dahin nicht abgeschafft ist.

3 LeserInnenbriefe zu "Always Look on the Bright Side of Life" vorhanden:

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4. Apr. 2015, 20:10 Uhr

LeserInnenbrief von Zuschauer:

Anbei ein kurzer Videobeitrag des WDR zu Karfreitag 2015 in NRW:
“Feiern an Karfreitag?: Aktuelle Stunde vom 03.04.2015
Für die einen ist Karfreitag der höchste Feiertag im Jahr: Der Todestag Jesu Christi hat in Ruhe und Besinnlichkeit statt zu finden, sagen Gläubige und Vertreter der großen Kirchen. Andere empfinden den “stillen Feiertag” als staatlichen Eingriff in ihre Privatsphäre – und protestieren mit Demos gegen das Tanzverbot. In Bochum gibt es zudem jedes Jahr wieder Ärger zwischen dem Ordnungsamt und Gerd Budig, der ausgerechnet an Karfreitag den Film “Das Leben des Brian” öffentlich zeigen will.”

Der Link zum Beitrag:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle_stunde/videofeiernankarfreitag100_size-L.html?autostart=true#banner


 

6. Apr. 2015, 13:20 Uhr

LeserInnenbrief von Manfred König:

Zum Vorwurf der Verhöhnung des Lebens Jesus und der religiösen Gefühle gläubiger Christen (siehe WAZ Leserbrief vom 2. April 2015):

Als gläubiger Christ kann ich bestätigen, dass jedenfalls meine religiösen Gefühle durch den Brian-Film, welchen ich – wie vermutlich die meisten Christen – noch nie gesehen haben, keinen Schaden erlitten haben. Es soll jedoch KritikerInnen geben,welche diese Religionssatire absichtlich missverstehen. So sie den Film überhaupt gesehen hatten, weigerten sie sich, den Unterschied zwischen Jesus und Brian zu erkennen. Nicht Gottes Sohn und seine Worte werden hier verulkt, sondern wie die Menschen Gottes Botschaft verdrehen. Keine Blasphemie, sondern Ketzerei, also gegen die Kirche gerichtet. Blinder Eifer und Dogmatismus werden aufs Korn genommen. Die Christen aus Bochum sollten keinesfalls das atheistische Karfreitags-Filmpublikum verunglimpfen. Stattdessen sollte deren Religionsfreiheit toleriert werden, welche vom Recht umfasst ist, einer bestimmten (oder überhaupt irgendeiner) Religion nicht anzugehören, sich von ihr zu distanzieren und sie auch zu kritisieren. Der christliche Glaube reduziert als moralische Instanz oder eine Wellness-Religion wäre für mich eine Verhöhnung.


 

6. Apr. 2015, 20:44 Uhr

LeserInnenbrief von Christoph Nitsch:

Danke für Deine klaren Worte, Manfred!
Außerdem ist “Brian” mit der “Judäischen Volksfront”, der “Volksfront von Judäa”, der “Populären Front”, etc. eine herrliche Persiflage auf die Zesplitterung der linken Szene, Stichwort “K- Gruppen”.


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