Mittwoch 01.04.15, 12:07 Uhr

„Es gibt nur ein Mittel der Veränderung.“

Streik im Sozial- und Erziehungsdienst - Kitas und Sozialeinrichtungen geschlossen


In Bochum und Herne setzten sich am Freitag, 27. März, Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst für eine Aufwertung ihrer Berufe ein. Rund 300 Menschen marschierten vom ver.di-Gewerkschaftssitz zum Husemannplatz. Sabine Uhlenkott vom ver.di-Landesbezirk NRW sagte: „Es muss Schluss sein mit dem ewigen Schulterklopfen!“ – Alle seien sich einig, wie wichtig die Arbeit von beispielsweise Erziehern/-innen und Sozialarbeitern/-innen ist, doch auf das Gehalt wirke sich das nicht aus. „Ich habe gelernt, dass es nur ein Mittel gibt, das Veränderung bewirkt: Dass wir auf die Straße gehen“, so Uhlenkott.

Svenja Börding (ver.di-Ver­trau­ens­frau Sozialarbeit) lieferte mit ihrer kämpferischen Rede einen eindrücklichen Bericht aus der Praxis: »ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich höre, wie die ersten Verhandlungen gescheitert sind, rollen sich mir die Zehennägel hoch. „Ja ihr leistet gute und wichtige Arbeit, aber diese sooo wichtige Arbeit durch eine angemessene Bezahlung aufzuwerten, sind wir nicht bereit“??? Ich empfinde das als einen Schlag ins Gesicht. Das zeigt mir, wie wenig die Arbeit mit Menschen in Deutschland wert ist. Den Politikern, als auch den Arbeitgebern scheint überhaupt nicht klar zu sein, was wir jeden Tag leisten.« Hier die vollständige Rede. Fotos vom Streik.

 
 
 
 


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