Montag 30.03.15, 15:02 Uhr
GEW begrüßt die Forderung nach fünfter Gesamtschule

Dreistelliger Anmeldeüberhang

Die GEW schreibt in einer Pressemitteilung: »OB-Kandidat Thomas Eiskirch (SPD) hat ein deutliches Wort gesprochen, als er auf dem Parteitag der Bochumer SPD Stellung zur Bochumer Bildungspolitik nahm: „So zeigen die Schüler und Eltern seit Jahren, dass der Bedarf für eine weitere Gesamtschule besteht“, stellte Eiskirch mit Blick auf die nun amtlichen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen fest. Eine Erkenntnis, die für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bochum längst überfällig ist: Nicht nur seit Jahren, wie Eiskirch es dezent formuliert, sondern genau genommen seit Jahrzehnten besteht ein deutlicher, nämlich dreistelliger Anmeldeüberhang, auf den die GEW wiederholt hingewiesen hat.
Entscheidend wird sein, ob Eiskrich ein Mahner in der Wüste bleibt, oder ob den Worten auch Taten folgen: „Es ist nun höchste Zeit, dass man an die genauere Analyse geht“, meint Ulrich Kriegesmann, Sprecher der Bochumer GEW, dazu. „Die Schulentwicklungsplanung für die weiterführenden Schulen liegt seit Langem auf Eis. Dieser Zustand ist angesichts entscheidender Umwälzungen in der Schulstruktur und insgesamt sinkender Schülerzahlen unhaltbar!“ Diese Umwälzungen seien schon lange der Ausdruck eines klar veränderten Elternwillens und haben bereits zur Schließung vieler Haupt- und Realschulen geführt.
Die Forderung einer weiteren Gesamtschule ist für die GEW ein erster, richtiger Schritt. Es gehe aber dann darum, die Situation in den Stadtteilen genau zu analysieren und „mit ruhiger Hand“, so Kriegesmann, tragfähige Lösungen zu entwerfen.«

 
 
 
 


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