Samstag 28.03.15, 21:38 Uhr
Ostermarschsonntag im Bahnhof Langendreer:

Werner Rügemer: TTIP und Krieg

In der Abschlussveranstaltung der Sonntagsetappe des Ostermarsches wird Werner Rügemer um 16. 15 Uhr im Bahnhof Langendreer einen Vortrag halten mit dem Titel TTIP und Krieg. In der Kritik am „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ (TTIP) sind bisher die geopolitischen Aspekten des Abkommens recht wenig beleuchtet worden. Dabei ist es recht offensichtlich, dass sich beide Seiten einen militärisch-machtpolitischen Vorteil hiervon versprechen. Es geht ganz grundsätzlich um die Stärkung des westlichen Machtblocks gegen Rivalen wie China oder Russland. Der westliche Block erhofft sich, mit dem TTIP neoliberale globale Standards zu setzen und zu stärken, um so das eigene Ordnungsmodell gegenüber dem angeblich grassierenden „Staatskapitalismus“ besser in Stellung zu bringen. Außerdem soll der Ausbau der transatlantischen Energiekooperation vor allem die Abhängigkeit der EU von Russland reduzieren und so den Weg für eine noch konfrontativere Politik frei machen. Und schließlich soll das Abkommen eine Vertiefung der transatlantischen Rüstungskooperation und einen europäischen Rüstungsschub bewirken. Während RepräsentantInnen in der EU den Zusammenhang mit der militärischen Begleitung nur verschämt andeuten, ist man in den USA deutlicher. Zu Beginn der Verhandlungen bezeichnete die damalige Außenministerin Hillary Clinton TTIP als »ökonomische NATO«.
Werner Rügemer ist Publizist und  bezeichnet sich selbst als „interventionistischer Philosoph“. In Bochum war er etlichen Jahren häufiger Gast, um vor den Gefahren von Cross Border Leasing und Public Private Partnership zu warnen. Bei einem Vortrag  im vergangenen Jahr in Bochum über TTIP ist er in einem kleinen Exkurs auf das Thema TTIP und Krieg eingegangen. Dies soll auf der Ostermarsch-Veranstaltung nun  vertieft werden.

 
 
 
 


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