Samstag 14.03.15, 17:26 Uhr
Pedro Páez (Ekuador):

Kapitalismus und Krise

Solidarische Ökonomie als lateinamerikanische Alternative

Am Montag, den 23 .3. findet um 19.30 Uhr in der ev. Stadtakademie, Westring 26 c eine Veranstaltung mit Pedro Páez aus Ekuador statt. Er war Wirtschaftsminister seines Landes, Präsident der Bank des Südens, Beauftragter zur Entwicklung einer neuen Finanzmarktarchitektur für Lateinamerika, sowie Mitglied der Stiglitz Kommission bei der UNO. In der Einladung heißt es: »Immer wieder versucht die Politik zu vermitteln, dass es zur derzeitigen Krisenpolitik keine Alternative gibt, als Bankenrettungen, Schuldenbremsen, Sparen, Privatisierungen und Liberalisierungen der Arbeitsmärkte. Geholfen hat das bisher wenig. Im Gegenteil, die Schulden steigen und die Schere zwischen Arm und Reich geht immer mehr auseinander. In Lateinamerika gibt es seit einigen Jahren eine Politik, die sich als Alternative zu diesem neo-liberalen Mantra versteht. So haben einige Länder ihre Schulden nicht oder nur teilweise zurückgezahlt, die Ausgaben für Soziales, Bildung und Infrastruktur sind gestiegen, die Armut reduziert, sowie privatisierte Unternehmen wieder in öffentlicher Hand genommen. Das Motto der Regierung in Ecuador ist: erst der Mensch – dann die Banken. So ist in der Verfassung auch die Übernahme von privaten Schulden durch die Regierung verboten.
Außerdem wurde von mehreren Ländern Lateinamerikas die Bank des Südens gegründet sowie eine virtuelle Währung, der SUCRE eingeführt. Damit soll die Abhängigkeit von Krediten des Internationalen Währungsfonds, sowie des Dollars umgangen werden. Die Länder Lateinamerikas stehen im Moment mit dieser Politik besser dar als die Länder Europas. Es gibt Wachstum und die Versorgung der Bevölkerung hat sich verbessert.
Pedro Paez aus Ecuador, erläutert in der Veranstaltung die Ursachen der Krise sowie die konkreten Alternativen, die auch für Europa eine Alternative darstellen können. Jedoch entstehen Alternativen nicht von selbst, sondern die Menschen müssen Druck ausüben und die Alternativen sichtbar machen. Die Veranstaltung will dazu beitragen.
VeranstalterInnen sind: Humanitären Cubahilfe e.V. HCH, Attac, Occupy Bochum, Labournet, Evangelische Stadtakademie Bochum.

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15. Mrz. 2015, 11:58 Uhr

LeserInnenbrief von Fairy:

Zitat: “Die Länder Lateinamerikas stehen im Moment mit dieser Politik besser dar als die Länder Europas. Es gibt Wachstum und die Versorgung der Bevölkerung hat sich verbessert.”

Genau, Wachstum von 0 auf 1 sind auch 100%. Also sind die Bedingungen der Ärmsten jetzt besser geworden? Und außer auf Cuba, dank Fidel und MCH, hat sich also z. B. etwas an der medizinischen Versorgung in “den Ländern” Lateinamerikas im Vergleich zu “den Ländern” Europas verbessert?
Hm.


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