Mittwoch 11.03.15, 08:12 Uhr

Warnstreik bei der Postbank

Bei der Postbank und in den Postbank-Filialen wird heute wieder gestreikt. Die Gewerkschaft ver.di hat ganztägig zu Arbeitsniederlegungen in den beiden Unternehmen aufgerufen. In NRW sollen Filialleiter und Kundenberater aus 28 Filialen der Postbank Filialvertrieb AG in den Regionen Düsseldorf, Mönchengladbach/Krefeld, im Bergischen Land und im Großraum Ruhrgebiet ganztägig die Arbeit niederlegen. Die Postbank Filiale in Frechen wird komplett bestreikt. Bei der Postbank AG und der Firmenkunden AG streiken Beschäftigte an den Standorten Dortmund und Essen. Kunden der Postbank-Filialen müssen sich darauf einstellen, dass ihre gewohnten Ansprechpartner nicht erreichbar sind. Bei der Postbank AG und der Firmenkunden AG können die Streiks längere Bearbeitungszeiten im Kreditgeschäft nach sich ziehen.
Die Streikenden treffen sich heute in Dortmund. Dort findet um 11 Uhr vor dem Postbank-Gebäude am Hiltropwall eine Streikkundgebung statt. Danach ist ein Demonstrationszug zur Filiale der Deutschen Bank an der Betenstraße geplant.
Die Tarifgespräche für die Unternehmen waren letzte Woche ergebnislos blieben. ver.di erklärt: »Für die bundesweit 9.500 Beschäftigten des Postbank Filialvertriebs gab es in der dritten Verhandlungsrunde weder ein verbessertes Gehaltsangebot noch ein Angebot zum Kündigungsschutz. Für die bundesweit 2.700 Beschäftigten der Postbank AG, die Firmenkunden AG und die BHW-Gruppe waren die Arbeitgeber auch in der zweiten Runde nicht bereit, über einen Vorruhestand mit Rechtsanspruch und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2020 zu reden.«
ver.di-Bundesvorstandmitglied Christoph Meister erklärte, viele Beschäftigte hätten Angst um den Arbeitsplatz angesichts von Spekulationen um Verkauf, Teilverkauf und Börsengang der Unternehmen. Die Arbeitgeber riskierten mit ihrer Taktik eine jahrzehntelang bestehende erfolgreiche Sozialpartnerschaft. Gerade die Sicherheit durch den Kündigungsschutz habe dafür gesorgt, dass die Beschäftigten in der Vergangenheit bereit gewesen seien, die Belastungen aus Umstrukturierungen immer wieder mitzutragen. Die Blockadehaltung der Arbeitgeber gefährde jetzt aber den sozialen Frieden und zugleich den ökonomischen Erfolg der Postbank, so Meister weiter.

 
 
 
 


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