Sonntag 01.02.15, 15:01 Uhr
Die Organisierungsfrage ins Ruhrgebiet holen

“Allein machen sie dich ein…”

Am Freitag, den 6. Februar findet um 19. 30  Uhr im Sozialen Zentrum eine Diskussion statt über linke überregional Diskussions- und Handlungsstrategien statt. In der Einladung heißt es: »„Wie erreicht man bei euch die lokale Gruppe der Interventionistischen Linken, wer macht bei UmsGanze Bündnis mit, in welchen Städten agiert die FAU?“ Wer als linke_r Ruhrie durch die Republik fährt, wird die Fragen kennen. Die Antwort auf alle drei Fragen ist gleich: Gibt es bei uns nicht!,Nun muss mensch es nicht für eine politische Notwendigkeit halten, dass es lokale FAU, IL oder UMG gibt, aber es macht schon stutzig, dass alle drei bundesweit organisierten Bündnisse im mittleren und östlichen Ruhrgebiet nicht existieren. Auch sonst fehlen nahezu komplett Gruppen, die über einen längeren Zeitraum theoretisch wie praktisch handeln. Das halten wir für eine Schwäche, wenn es unser Ziel ist geplant, emanzipatorisch und gemeinsam agieren zu können.
Ad hoc Bündnisse gegen Naziaufmärsche oder rassistische Übergriffe sind wichtig, doch bleiben dabei meist auf der Ebene von Kampagnen stehen und lösen sich schnell wieder auf. Wollen wir darüber hinaus rassistische Stereotype bekämpfen, soziale Ausgrenzungen überwinden, queerfeministische Aktivitäten stärken oder antikapitalistische Praxis entwickeln braucht es mehr als Dagegen zu sein. Wenn die Linke gegen die Zumutungen der „unendlichen Gegenwart“ emanzipatorische Positionen entwickeln und die ungeschriebene Zukunft für sich gewinnen möchte, wird sie um die Organisierungsfrage nicht herum kommen.
Woran liegt diese Organisierungsschwäche? Ist die radikale Linke im Ruhrgebiet zu postmodern, individualistisch oder gar zu dumm? Ist gemeinsames Organisieren etwas falsches für die hiesige Szene? Oder besser noch, wie kommen wir zum kollektiv nachdenken und handeln.
Eingeladen sind Vertreter*innen der FAU, IL und UmsGanze

 
 
 
 


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