Freitag 28.11.14, 11:19 Uhr
Sevim Dagdelen zum Welt-AIDS-Tag:

Gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung

„Auch heute noch sind HIV-Infizierte bzw. an AIDS erkrankte Menschen mannigfaltigen Diskriminierungen und Stigmatisierungen ausgesetzt. Das gilt es durch flächendeckende Aufklärungsmaßnahmen und spezifische Informations- und Beratungsangebote weiter abzubauen“, fordert die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Die Linke), mit Blick auf den traditionell am 1. Dezember stattfindenden Welt-AIDS-Tag. „Die Linke ist weiterhin solidarisch mit den Betroffenen und setzt sich auch zukünftig dafür ein, dass HIV-Infizierte sowohl im Alltags- als auch im Berufsleben vor Ausgrenzungen geschützt werden.“ Dagdelen weiter:
„Insgesamt etwa 80 000 Menschen leben aktuell bundesweit mit einer HIV-Infektion. Rund 3200 Menschen haben sich 2013 neu mit der Immunschwächekrankheit infiziert. Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) geht derzeit davon aus, dass etwa 14 000 Bundesbürger keine Kenntnis von ihrer Infektion hätten. Betroffenen, die nichts von ihrer HIV-Infektion wissen, droht dabei das Risiko schwerer Gesundheitsschäden, was maßgeblich daran liegt, dass der optimale Zeitpunkt für einen Therapiebeginn dann oft bereits vorbei ist. Neben HIV-Infektionen entwickeln sich aktuell auch andere sexuell übertragbare Krankheiten, wie Syphilis und Hepatitis, zum Problem. All dies zeigt, dass Informationskampagnen über die Notwendigkeit unter anderem von regelmäßigen HIV-Tests noch verstärkt werden können.

Dass es im Gegensatz zu anderen Städten und Kommunen in meinem Wahlkreis in Bochum beim örtlichen Gesundheitsamt möglich ist, kostenlos einen anonymen Test auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen durchführen zu lassen, begrüße ich sehr. Die Entrichtung einer Gebühr könnte schließlich vor allem sozial schwächere Menschen abschrecken, das Angebot in Anspruch zu nehmen. Gleichsam möchte ich den vielen ehrenamtlichen Aktivistinnen und Aktivisten, die sich unter anderem in den lokalen AIDS-Hilfen und in anderen Selbsthilfevereinen und -organisationen für Aufklärung und gegen Diskriminierung engagieren, anlässlich des Welt-AIDS-Tages an dieser Stelle meinen Dank aussprechen“.

 
 
 
 


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