Dienstag 25.11.14, 20:01 Uhr

NPD-Cremer hetzt gegen JournalistInnen

Das Antifa-Portal Braun raus schreibt über den Bochumer NPD-Landesvorsitzenden: »Mit einer Art Steckbrief hetzten Berliner Rechtsextremisten in der vorigen Woche gegen Journalisten – das Ganze im Schutz der Anonymität. Ein NPD-Landesvorsitzender fand die Aktion so gut, dass er die Grafik jetzt auf seine Facebook-Seite übernahm. Das Bild zeigt die Porträts von insgesamt 18 Fotojournalisten samt ihrer Namen und der Überschrift „Achtung Antifa Fotografen“. Die Veröffentlichung fügt sich ein in eine Serie von Bedrohungen und Attacken gegen Journalisten, die über die von der NPD und der neonazistischen Kleinpartei „Die Rechte“ unterstützten Aktionen gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Marzahn berichteten. Die Angriffe von Rechtsextremisten auf die Presse nähmen zu, konstatierte die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) am Freitag. An Politik und Sicherheitsbehörden appellierte der Berliner Landesverband der Journalistengewerkschaft: „Der Innensenator und die Polizei dürfen nicht zulassen, dass quasi mit Hilfe von Steckbriefen zu Anschlägen auf die Pressefreiheit und ihre Vertreterinnen und Vertreter aufgerufen wird.“
Inzwischen ist jener Steckbrief auch auf der Facebook-Seite des nordrhein-westfälischen NPD-Landeschefs Claus Cremer zu finden – eingeleitet mit seinem Hinweis, er wolle „mal ein bisschen was zur Anti-Antifaarbeit beitragen“. Die Kommentare der Facebook-Nutzer auf Cremers Seite lassen kaum Fragen offen. Die Abgebildeten seien „Hackfressen“, „Menschenmüll“ und „Abschaum“, ist dort zu lesen. „Solchen Drecksäcken möchte ich mal im Dunkeln begegnen, damit es keine Zeugen gibt“, schreibt einer, und ein anderer fragt sich: „Wenn man von denen schon Namen und Gesichter kennt warum leben die Bastarde dann noch???“ Gut möglich, dass sich der Landesvorsitzende der um ein „moderneres“ Erscheinungsbild bemühten Partei mit seiner Veröffentlichung juristischen Ärger eingehandelt hat. «

 
 
 
 


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