Freitag 07.11.14, 07:26 Uhr

Leben nach dem Überleben

Juden in Bochum nach 1945

Der Bochumer Historiker Dr. Hubert Schneider hat ein Buch mit dem Titel “Leben nach dem Überleben: Juden in Bochum nach 1945″ verfasst. Am Mittwoch,  den 19. November wird er es um 18 Uhr im Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47 vorstellen.  In den einzelnen Nachkriegsbiografien schildert das Buch, wie Ende 1945 in Bochum eine neue jüdische Gemeinde gegründet wurde, die bis 1947 auf ca. 50 Mitglieder anwuchs. Der Autor geht den Fragen nach: Warum kamen die wenigen Überlebenden, versehen mit Wunden aller Art, in die Stadt zurück, die es wenige Jahre zuvor zugelassen hatte, dass sie nach Jahren der Diskriminierung in die Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt wurden? Wie gestaltete sich das Zusammenleben im Nachkriegsdeutschland vor dem Hintergrund von andauerndem Antisemitismus, Entnazifizierung und der Diskussion um Wiedergutmachung? Ob und wie es gelang es den zutiefst beschädigten jüdischen MitbürgerInnen, in der deutschen Nachkriegsgesellschaft Fuß zu fassen.

Hubert Schneider:
Leben nach dem Überleben: Juden in Bochum nach 1945
LIT Verlag, 400 S., 29.80 EUR, gb., ISBN 978-3-643-12796-9

 
 
 
 


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