Freitag 10.10.14, 10:15 Uhr

Bochum: Immer mehr SozialleistungsempfängerInnen

Die Zahl der EmpfängerInnen von Leistungen der sozialen Mindestsicherung in Bochum  war Ende 2013 um 3,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor und 5,7 % höher als Ende 2012.Darauf weist Norbert Hermann von Bochum Prekär hin. Ende 2013 erhielten 46.893 Menschen in Bochum Leistungen der sozialen Mindestsicherung; das waren 3,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren damit 13,0 Prozent der Menschen in Bochum auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen.

Ein Jahr zuvor hatten mit 45.472 noch 12,6 Prozent der Einwohner entsprechende Hilfen bezogen. 39.511 HilfeempfängerInnen in Bochum bezogen Ende 2013 Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB), 5.390 Personen erhielten Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung, 1.245 Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und 747 Personen „Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen“ (HzL).

Der Anteil der Personen, die soziale Mindestsicherungsleistungen beziehen, war regional unterschiedlich: Am höchsten fielen die entsprechenden Quoten in den Städten Gelsenkirchen (19,8 Prozent), Düren (17,3 Prozent) und Essen (17,2 Prozent) aus. Die Gemeinden Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis (2,7 Prozent) und Heek im Kreis Borken (2,9 Prozent) wiesen die niedrigsten Mindestsicherungsquoten aller 396 Städte und Gemeinden des Landes auf.
Alle Ergebnisse für Städte, Gemeinden und Kreise NRWs sind hier zu finden.

EmpfängerInnen von Mindestsicherungsleistungen in Bochum
(2011 – 2013 nach Art der Leistung; jeweils 31.12.)

Empfänger/-innen von Mindestsicherungsleistungen

2011

2012

2013

Anzahl gesamt

44.734

45.472

46.893

Anteil an der Gesamtbevölkerung

12,3 %

12,6 %

13.0 %

Leistungen nach dem SGB II

38.450

38.756

39.511

Leistungen nach dem SGB XII Kap. 3 (HzL)

519

571

   747

Leistungen nach dem SGB XII Kap. 4 (GruSi)

4.940

5.180

5.390

nach dem AsylbLG (Asylbewerberleistungsgesetz)

825

956

1.245

Steigerung insgesamt: 5,7 % (0,7 Prozentpunkte – eigene Bearbeitung)
Von 2012 – 2013: 3,2 % (0,4 Prozentpunkte – eigene Bearbeitung)
Quelle: https://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2014/pdf/263_14.pdf
In: https://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2014/pres_263_14.html

Hinzuzurechnen sind etwa 6.000 Menschen in Bochum, die Wohngeld beziehen, mehrere tausend Studierende und mit Ausbildungsbeihilfe unterstützte „Auszubildende“ und einige tausend Menschen im Niedriglohnbereich ohne zusätzliche Sozialleistungen. Insgesamt sind damit deutlich mehr als 50.000 Menschen in Bochum statistisch am unteren Ende der Fahnenstange.

Es ist zudem mit einer „Dunkelziffer“ von mehr als 20.000 Personen (mehr als jedeR dritte Leistungsberechtigte) zu rechnen, die ihnen zustehende Sozialleistungen nicht abrufen.

 
 
 
 


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