Dienstag 23.09.14, 18:17 Uhr

Zwangssterilisation im Faschismus

Am Freitag, den 26. September findet um 19.30 Uhr im Haus Lotz, Annastr. 25 eine Veranstaltung der VVN-BdA zum Thema „Zwangssterilisation im Faschismus“ statt. Referent ist Dr. Burkhard Wiebel, Lehrbeauftragter für kognitive Neurowissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. In der Einladung heißt es: »Während der Herrschaft der Faschisten wurden zwischen 1933 und 1945 etwa 400.000 Menschen zwangssterilisiert, 5000 Frauen und 600 Männer wurden durch die Zwangssterilisation getötet. Geahndet wurde die faschistische Zwangssterilisation nicht, ganz im Gegenteil: Die beteiligten Mediziner machten weiterhin Karriere und durften in der BRD nach 1945 lange Zeit noch ihrem Verstümmelungshandwerk an Körper, Geist und Seele nachgehen.
Eine irgendwie geartete Wiedergutmachung für die Opfer hat es nie gegeben. In dem Vortrag wird das Thema Zwangssterilisation in einem historischen und aktuellen Bezug dargestell. Dr. Wiebel hat als Psychotherapeut mit traumatisierten Opfern gearbeitet, war Gutachter in Entschädigungsverfahren und ist Fachmann für die NS- und Nachkriegspsychiatrie.«

 
 
 
 


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