Mittwoch 17.09.14, 14:15 Uhr
Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken:

Keinen roten Teppich für Katars Diktator

„Es ist unerträglich, dass Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck dem blutigen Diktator Katars, Emir Tamim bin Hamad al Thani, den roten Teppich ausrollen. Katar ist ein Sklavenstaat, dessen Markenzeichen im In- und Ausland schwerste Menschenrechtsverletzungen sind“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken, anlässlich des zweitägigen Besuch des katarischen Emirs in Deutschland. Dagdelen weiter:
„Die brutale Ausbeutung von Arbeitern bis in den Tod wirft schon jetzt einen sehr dunklen Schatten auf die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar. Das darf keine Grundlage für ein Fußballfest sein. Generell müssen die deutsch-katarischen Beziehungen auf den Prüfstand gestellt werden. Umso mehr als Katar mindestens zugelassen hat, dass die Terrorarmee des Islamischen Staates vom Emirat aus finanziert worden ist. Die Massaker an Jesiden, Christen und anderen Minderheiten im Irak und in Syrien wurden auch mit Unterstützung katarischen Geldes begangen. Wer wie die Bundesregierung weiterhin beste militärische und wirtschaftliche Beziehungen zu einem solchen Staat unterhält und de facto nichts gegen dessen Menschenrechtsverletzungen unternimmt, macht sich mitschuldig. Al Thani ist kein Fall für das diplomatische Parkett in Berlin, sondern für den Internationalen Strafgerichtshof.
Die Linke fordert die Bundesregierung zudem auf, keine weiteren Rüstungsgeschäfte mit dem Emirat Katar abzuschließen. Weiterhin muss die politische Einflussnahme Katars in Deutschland durch den Erwerb von Beteiligungen an großen deutschen Unternehmen, an denen auch die öffentliche Hand Anteile hält, untersucht werden. Die Bundesregierung darf sich nicht weiter für die finsteren Machenschaften der Golfdiktatur Katar einspannen lassen.“

1 LeserInnenbrief zu "Keinen roten Teppich für Katars Diktator" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Keinen roten Teppich für Katars Diktator" als RSS


 

17. Sep. 2014, 14:38 Uhr

LeserInnenbrief von Jakob Spatz:

Die gute wie auch schlechte Nachricht ist natürlich, dass nun endgültig klar wird, dass Herr Gauck für gar nichts steht. Sein Sprechen ist einfach nur bewegte Luft. Wie auch das wort “Freiheit” in seinem Munde einfach gar nichts heisst. Herr Gauck ist einfach nur ein Bedarfsredner, der zu jedem Thema anhand vorgegebener Stichworte jedes gewünschte Ergebnis liefern kann. Schade. Man wie Frau kann nicht mal mit ihm oder über ihn streiten.
Und olle DDR-Schergen können sich als rehabilitiert betrachten.
Alles nur, weil Gauck als Angehöriger der DDR-Eliten nie gelernt hat, wie er an einen Krankenschein kommt. Die Nachricht einer plötzlichen Erkrankung wäre wohl verstanden worden.


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de