Mittwoch 10.09.14, 20:55 Uhr

Zivilisierung der Berufsbildungsmesse

Der Protest gegen den Bundeswehreinsatz auf der Berufsbildungsmesse verlief heute überraschend friedlich. Die Polizei war zwar massiv vertreten, blieb aber weitgehend im Hintergrund. Der Geschäftsführer des RuhrCongresses hielt seine Securities mit viel Geduld zurück. Bei etlichen spürte man, dass sie es fast als Folter empfanden, dass sie die DemonstrantInnen nicht wegräumen durften. Damit ist die Eskalationsspirale der letzten Jahren gestoppt worden. Das Jugendamt als Veranstalter der Messe hatte in den letzten beiden Jahren mit immer heftigerer Repression auf den antimilitaristischen Protest reagiert. Im letzten Jahr gab es mehr als 30 Hausverbote und eine Strafanzeige. Das Jugendamt hatte in diesem Jahr das Hausrecht an die Leitung des RuhrCongresses abgetreten. Das bedeutete: Es gab keine Einlasskontrollen und die DemonstratInnen konnten sich mit ihren Protest-T-Shirts, Flugblättern und Transparent vor den Bundeswehrstand stellen. Es herrschte eine zivilisierte Atmosphäre wie in den ersten Jahren der Messe. Vor dem Stand der Bundeswehr gab es viele gute Diskussionen zum Thema “Kein Werben fürs Sterben”. Fotos von der Messe.

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13. Sep. 2014, 01:37 Uhr

LeserInnenbrief von Jakob Spatz:

Jajaja. Alles schön und gut.Besser als vorher. Trotzdem sollte sichergestellt werden, dass das Weben für´s Töten und Sterben sich nur an Erwachsene richtet. Unabhängig davon, ob Friedensbewegte gerade Zeit haben.
Wenn die Justizbehörden von Texas oder China oder Nordkorea um “Henker (m/w)” werben würden, müssten die Veranstaltenden dann auf Amensty International warten? Oder würden sie von sich aus sagen: So nicht!?


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