Freitag 05.09.14, 07:46 Uhr
Manifest für ein Recht auf Stadt im Ruhrgebiet

Von Detroit lernen!

Unter dem Titel Von Detroit lernen! hat das Netzwerk „Recht auf Stadt – Ruhr“ sein Manifest zur Zukunft des Ruhrgebietes veröffentlicht. Das Netzwerk konstituierte sich im September 2013 im Anschluss an die ruhrgebietsweite Konferenz »Interventionen – Stadt für alle« im Bahnhof Langendreer. Mit der Streitschrift und dem dazugehörigen Essay „Realize Ruhrgebiet“ möchte sich das Netzwerk in die Debatte um den Umgang mit Armut, Schrumpfung und Leerstände im Ruhrgebiet einmischen und schreibt: »Detroit gilt als der Inbegriff der postindustriellen Stadt. Der Rückzug der großen Industrien hat diese Stadt massiv verändert. Auch im Ruhrgebiet begann der Strukturwandel in den 60er Jahren.
Doch der Prozess der Deindustrialisierung hat hier sein Ende noch nicht erreicht. Die sozialen Tragödien und der Verfall des Ruhrgebiets werden hinter dem Wortgeklingel „Metropole Ruhr“ oder „Region im Wandel“ versteckt. Wir möchten ihnen hingegen tatsächlich ins Auge sehen: der Armut, der sozialen Segregation, der Abwanderung, dem Leerstand und der Langeweile. Wir wollen dem Vergleich des Ruhrgebiets mit Detroit weder zustimmen noch widersprechen, sondern vielmehr die Frage stellen: Was kann das Ruhrgebiet von Detroit lernen?«
Das Netzwerk „Recht auf Stadt – Ruhr“ wird im September und Oktober das Manifest in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets präsentieren und zur Diskussion stellen. In Bochum am 01. Oktober um 19:30 Uhr in den Kunsthallen an der Rottstraße 5. Das vollständige Manifest und das Essay „Realize Ruhrgebiet“ sind zu finden unter: www.rechtaufstadt-ruhr.de

 
 
 
 


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