Donnerstag 04.09.14, 19:49 Uhr

Schulen leiden unter Haushaltskürzungen

Die Bochumer Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schreibt: »Da der Verfassungsgerichtshof die geplante Nullrunde bei Beamten gekippt hat, verhängte Finanzminister Borjans eine Haushaltssperre für Land NRW. Für die Bochumer Schulen hat das erhebliche Konsequenzen, da nun auch der Bochumer Kämmerer den Haushalt der Stadt gekürzt hat.  Die Bochumer Schulen leiden in doppelter Hinsicht unter den Haushaltskürzungen des Landes NRW und der Stadt Bochum. Dadurch, dass das Land NRW eine Haushaltssperre erlassen hat, dürfen zurzeit nur noch Klassenfahrten durchgeführt werden, die nicht mehr abgesagt werden können. „Klassenfahrten stellen eine festen Bestandteil des Schulalltags dar“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer, „weil der Bildungsauftrag der Schule und pädagogische Ziele durch Klassenfahrten in besonderem Maße erfüllt werden.“ Der Ausfall einer Klassenfahrt bedeutet daher einen dramatischen Einschnitt in die schulische Bildungsarbeit.
Zusätzlich treffen die Haushaltskürzungen der Stadt Bochum die Schulen in ihrer Arbeit, da die Etats von Fachkonferenzen gekürzt werden. Das führt z.B. dazu, dass naturwissenschaftliche Sammlungen und Schulbibliotheken nicht mehr gepflegt werden können. Aber auch der Unterricht selbst ist betroffen. In Fächern wie Hauswirtschaft oder Technik müssen Lebensmittel und Materialien für die praktische Arbeit aus dem Etat der Fachkonferenzen bezuschusst werden. Entfällt diese Finanzierungsgrundlage, hat das direkte Auswirkungen auf den Unterricht dieser Fächer.
„Die GEW erwartet“, so Bauer, „dass von der Politik Maßnahmen ergriffen werden, die es ermöglichen, die Haushalte der Kommunen und der Länder wieder auf gesunde Füße zu stellen. Das Spardiktat unter dem Eindruck der leeren öffentlichen Kassen darf nicht den Bildungsauftrag von Schulen in Frage stellen!“«

 
 
 
 


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