Freitag 20.06.14, 11:39 Uhr
21. Juni - Tag der Verkehrssicherheit

VCD: Handlungsbedarf bleibt

“Die Gesamtzahl der Verunglückten im Verkehr hat in den letzten Jahren zwar merklich abgenommen, in vielen Städten Deutschlands gibt es jedoch weiterhin großen Handlungsbedarf”, darauf verweist der ökologische Verkehrsclub VCD im Vorfeld des Tages der Verkehrssicherheit. Besonders ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Fahrradfahrende sind überproportional gefährdet.  „Radfahrende haben keinen Airbag“ – das ist die Botschaft des VCD, insbesondere an die Verkehrspolitiker. Sie sind aufgefordert, die wirklichen Baustellen zur Erhöhung der Radverkehrssicherheit anzupacken.
Anja Hänel, Referentin für Verkehrssicherheit beim VCD Bundesverband: „Gerade erst hat der Bundesgerichtshof die Diskussion über eine Helmpflicht zurecht vom Tisch genommen. Die Debatte über wirksame Maßnahmen zur Verkehrssicherheit kann und muss nun weiter geführt werden. Dazu gehört eine Änderung der bestehenden Straßenverkehrsordnung (StVO), die Kommunen mehr Rechte einräumt, die Basisgeschwindigkeit innerorts zu reduzieren. Diese Änderung ist eine wichtige Voraussetzung und liegt in der Verantwortung der deutschen Regierung.“
Weiter heißt es in der Erklärung des VCD: »Allein durch die Reduzierung der Basisgeschwindigkeit von 50 auf 30 Stundenkilometer erhöht sich die Überlebenschance für einen angefahrenen Fußgänger von zehn bis 20 Prozent auf über 90 Prozent. Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit innerorts würde zudem einen Großteil der Unfälle, die heute noch entstehen, verhindern, da sich der Anhalteweg bei Tempo 50 um mehr als die Hälfte reduziert. Ein Auto, dass bei Tempo 50 nach 13 Metern noch ungebremst auf eine Person trifft, käme bei Tempo 30 schon zum Stehen. Für Städte ist Tempo 30 deshalb die zentrale Maßnahme, um die Verkehrssicherheit innerhalb geschlossener Ortschaften zu erhöhen.«
Jürgen Eichel. Sprecher VCD Bochum: „Tempo 30 hat Vorteile nicht nur für die Verkehrssicherheit, es minimiert zudem den Straßenlärm und macht Städte wieder menschenfreundlicher. – auch in Bochum..“ Das gelte ausdrücklich auch für dicht bebaute Abschnitte an Straßen jenseits von Wohngebieten. Als Beispiel nennt der VCD die Oskar-Hoffmann-Straße.

 
 
 
 


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