Montag 16.06.14, 21:31 Uhr
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Noch ein Sturmopfer?

Vor fast genau zwei Monaten war Karfreitag. Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigte im Sozialen Zentrum den Film “Das Leben des Brian”. Das Feiertagsgesetz NRW verbietet die Vorführung von unterhaltsamen Filmen an diesem Tag. Die WAZ schrieb am 22. 4. auf Nachfrage bei der Stadt unter der Überschrift “Bochumer Atheisten droht Bußgeld für „Brian“-Vorführung”: “Nun werde ordnungsgemäß ein Verfahren eingeleitet.” Die Ruhr Nachrichten berichteten am 24. 4. unter der Überschrift: “Stadt zieht Konsequenzen gegen ‘Religionsfrei im Revier’”: “‘Das Umwelt- und Grünflächenamt leitet jetzt ein Bußgeldverfahren ein’, sagt Tanja Wißing, Pressesprecherin der Stadt.” Am 29. 4. hat der Rechtsanwalt, der die Initiative vertritt, Akteneinsicht verlangt und bis heute nicht erhalten. Am 16. 5.meldete SAT 1 in einem Beitrag, dass die Stadt mitgeteilt habe: “Wir prüfen nun den Sachverhalt”. Die Initiative Religionsfrei im Revier befürchtet nun, dass es noch länger als im letzten Jahr dauern wird, bis sich die Stadt zu einer Entscheidung durchringt. Denn für die Überwachung der Filmzensur am Karfreitag und für die Ahndung von Verstößen ist in Bochum das Umwelt- und Grünflächenamt zuständig. Und das hat nach dem Sturm jetzt noch wichtigere Aufgaben.

 
 
 
 


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