Montag 19.05.14, 21:20 Uhr
Der Paritätische zur Dauerarbeitslosigkeit

Alarmierende Ergebnisse

Der Paritätische Bochum weist in einer Pressemitteilung auf die wachsende Dauerarbeitslosigkeit in Bochum hin: »Zwei Drittel aller Hartz IV-Bezieher sind seit mehr als zwei Jahren auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen, dabei sind Alleinerziehende und Ältere besonders betroffen. Zwei Drittel der arbeitslosen Hartz IV-Bezieher haben keine abgeschlossene Ausbildung, fast jedem Vierten fehlt ein anerkannter Schulabschluss. Das sind unter anderem die alarmierenden Ergebnisse des aktuellen „Arbeitslosenreports NRW“, den die Wohlfahrtsverbände vorlegen. Die Lage in Bochum unterstreicht diese alarmierenden Ergebnisse.
Im Dezember 2013 bezogen in NRW mehr als 224.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte über 50 Jahre – das sind rund 78 Prozent der älteren Hartz IV-Bezieher – bereits zwei Jahre oder länger Hartz IV.
In Bochum bezogen im Dezember 2013 5.977 erwerbsfähige Leistungsberechtigte über 50 Jahre – das sind 80 Prozent – bereits zwei Jahre oder länger Hartz IV. Der Arbeitslosenreport weist ebenfalls nach, dass besonders Geringqualifizierte überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Knapp 65 Prozent, das sind insgesamt mehr als 350.000 Arbeitslose in der Grundsicherung in NRW, verfügen über keine abgeschlossene berufliche Ausbildung. 129.000 bzw. 23 Prozent der Arbeitslosen in der Grundsicherung haben keinen Schulabschluss. In Bochum haben 9.675 Arbeitslose im SGB II keine abgeschlossene Ausbildung. „Diese Zahlen sind alarmierend. Die Tatsache, dass knapp 65,8 Prozent der Arbeitslosen in unserer Region im SGB II-Bezug über keine Berufsausbildung verfügen, belegen, dass die Jobcenter ihre Anstrengungen und finanziellen Investitionen für berufliche Bildung und Qualifizierung deutlich steigern müssen. Die seit 2010 durch die Bundesregierung vorgenommene 40-prozentige Mittelkürzung bei Maßnahmen der Arbeitsförderung muss unverzüglich zurückgenommen werden“, fordert Holger Schelte vom Paritätischen in Bochum genau wie die gesamte Freie Wohlfahrtspflege in NRW.«

 
 
 
 


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