Dienstag 15.04.14, 16:06 Uhr

Asbestbelastung im Ruhr-Park?

Nach Auffassung der Bochumer Linken weisen die Arbeiten zur Modernisierung des Ruhr-Parks erhebliche Sicherheitsmängel  auf.  Theobald Ciochon, Vertreter Der Linken in Bochum in der Bezirksvertretung Nord und erneuter Kandidat erklärt, das Einkaufszentrum sei vornehmlich in den Jahren gebaut worden, in denen Asbest als Stoff verbaut worden sei. Er fordert die Bauaufsicht auf, für Klarheit zu sorgen. „Schon zu Beginn der Baumaßnahmen habe ich meinen Verdacht geäußert, dass Asbest zu Problemen bei den Arbeiten führen werde. Jetzt frage ich mich, wie ernst die Bauaufsicht die Sicherheit der Menschendort nimmt“, so der Bezirksvertreter Der Linken im Bochumer Norden.
Weiter heißt es in der Pressemitteilug der Linken: »Vor etwa zwei Wochen stellte sich heraus, dass dieser Verdacht nicht unbegründet gewesen ist. Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde Hagen-Bochum-Dortmund hatten die Abrissarbeiten stillgelegt, weil Bauarbeiter zum Teil ohne Schutzanzüge und -masken gearbeitet hätten. Dabei hätten sie asbesthaltige Stoffe und Mineralfaserwolle einatmen können, wie es in den Medien Ende März hieß.
Für den Bezirksvertreter Theobald Ciochon geht die Gefährdung über den Arbeitsschutz hinaus: „Die entscheidende Frage ist, ob nicht eine Gefährdung der Allgemeinheit vorliegt. Ein bekanntes Phänomen im Ruhr-Park sind die, durch seine exponierte Lage, starken Flurwinde, die gravierenden Einfluss auf die Transmission solcher Stoffe haben. Der Abbruch der Gebäude ist im laufenden Betrieb des Ruhr-Parks durchgeführt worden. Viele tausende Menschen haben sich dort täglich aufgehalten. Neben den Bauarbeitern, die teilweise völlig ohne Schutz den Abriss ausführen mussten, sind dort auch Kunden und Angestellte, die die gesundheitsgefährdende Stäube eingeatmet haben können.“
Eine Frage im Zusammenhang mit den Modernisierungsarbeiten stellte Ciochon schon vor Beginn der Arbeiten. Laut dem Bezirksvertreter könnten die geplanten Aufschüttungen als Niveauausgleich für neue Parkflächen Asbest belastetes Material enthalten. Dadurch sei das Grundwasser gefährdet. Damals erklärte Manfred Lehnhoff vom Ruhrpark-Management, Versickerungen würden nur da ermöglicht, wo es unbedenklich sei. Zudem würde der Bau gutachterlich begleitet.
Für Ciochon verstärkt sich durch die jüngsten Ereignisse der Verdacht, dass Asbest verseuchte Stoffe aufgeschüttet worden seien und somit eine illegale Deponierung von Giftstoffen vorliege, über die Nachweis geführt werden müsse. Ciochon wörtlich: „Eine sach- und fachgerechte Asbestsanierung sowie die Entsorgung der Stoffe ist mit enormen Kosten verbunden. Wenn hier wieder einmal das Business wichtiger als die körperliche Unversehrtheit der Menschen ist, dann ist das ein Skandal. Ich fordere daher die Bauaufsicht auf, dem endlich nachzugehen.“«

 
 
 
 


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