Samstag 29.03.14, 18:13 Uhr
Nur ca. 100 km von Bochum entfernt:

Die Urananreicherungsanlage in Gronau

Zwischen Fukushima (11. März 2011) und Tschernobyl (26. April 1986)

Am Mittwoch, den 2. April um 19:00 Uhr laden das Anti-Atom-Plenum Bochum, der BUND Bochum, und das Friedensplenum zu einer Veranstaltung im Bahnhof Langendreer ein. Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen informiert über die Hintergründe der Urananreicherung, den aktuellen Stand der Verkaufspläne sowie den Ostermarsch in Gronau am 18. April. Auch in Nordrhein-Westfalen, nur ca. 100 km von Bochum entfernt,  wird Uran angereichert. Das deutsch-niederländisch-britische Unternehmen Urenco kann aus der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage im münsterländischen Gronau jedes 10. AKW weltweit mit Atombrennstoff zur Brennelementefertigung versorgen. Die Urantransporte von und nach Gronau rollen quer durch NRW und auch das Ruhrgebiet. Die Atommüllentsorgung ist völlig ungeklärt – noch in diesem Jahr soll in Gronau ein neues Zwischenlager für den rapide wachsenden Atommüllberg in Betrieb gehen.
Zudem stellt die verwendete Zentrifugen-Technologie den “einfachsten Weg zur Atombombe” dar. Aktuell wollen die bisherigen Anteilseigner der Urenco, darunter EON und RWE, ihre Anteile mit Zustimmung der Bundesregierung meistbietend für bis zu 14 Mrd. Euro verkaufen. Anstatt die Urananreicherung in Deutschland zu beenden, setzt die Bundesregierung auf eine riskante Weiterverbreitung der zivil-militärisch nutzbaren Urananreicherungs-Technologie. Bei dem geheimen Uran-Deal soll nicht einmal der Bundestag eingeschaltet werden.

 
 
 
 


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