Montag 24.03.14, 11:57 Uhr
Ver.di erhöht den Druck

Warnstreiks werden fortgesetzt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft ihre Mitglieder in den öffentlichen Betrieben und Dienststellen von Bund und Kommune erneut zu ganztägigen Warnstreiks auf. In einer Mitteilung von ver.di heißt es: »Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst am 20./21.03.14 ist ohne Ergebnis geblieben. „Zwar waren die Gespräche konstruktiv und an einigen Punkten gab es Annäherungen, dennoch liegen in wichtigen Fragen die Positionen noch weit auseinander.“ erklärt Gudrun Müller, Geschäftsführerin im ver.di Bezirk Bochum-Herne. „Damit die Verhandlungen in der nächsten Runde am 31. März/ 01. April zu einem guten Abschluss kommen, werden die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommune in dieser Woche mit erneuten ganztägigen Warnstreiks noch einmal ein klares Signal setzen.“ kündigt Müller an. „Dabei geht es den Kolleginnen und Kollegen um eine spürbare Reallohnerhöhung, aber auch um die Anerkennung ihrer anspruchsvollen Berufe.“ Schwerpunkt der Warnstreiks im Nahverkehr Am Mittwoch, 26. März wird ver.di in Bochum die Kolleginnen und Kollegen der BOGESTRA zum zweiten ganztägigen Warnstreik aufrufen. „Wir gehen davon aus, dass der gesamte öffentliche Nahverkehr in Bochum und Umgebung zum Erliegen kommt.“ so Müller. Am Donnerstag, 27. März werden die Warnstreiks dann noch erheblich ausgeweitet. Neben dem Nahverkehr wird der ver.di Bezirk Bochum-Herne dann erneut alle Mitglieder im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommune zum ganztägigen Warnstreik aufrufen. Dann legen u.a. auch die Tarifbeschäftigten der Stadtverwaltung, der Stadtwerke, der Sparkasse, des Schauspielhauses, des Akafö (Studentenwerk), der Knappschaft-Bahn-See (KBS), der Agentur für Arbeit, des Jobcenters sowie der LWL-Klinik Bochum ihre Arbeit nieder. „Wir wollen in der nächsten Verhandlungsrunde einen guten Abschluss, deshalb werfen wir jetzt alles in die Waagschale und bauen mit einem nicht zu ignorierenden Signal den Druck von unten auf, um weitere Bewegung in die Tarifverhandlungen zu bringen“, so Müller. Die Streikenden aus Bochum werden sich mit weiteren Tausenden zu einer regionalen Kundgebung in Dortmund (Südwall) versammeln. „Wir bitten alle Bochumer Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und Solidarität!“ erklärt Gudrun Müller. „Wir wollen nicht sie treffen, sondern die Arbeitgeberseite.“ Aus Sicht des ver.di-Bezirks Bochum-Herne hätte die Bevölkerung von dieser Arbeitskampfmaßnahme verschont bleiben können, wenn die Verantwortlichen im Arbeitgeberlager ein angemessenes Angebot auf den Verhandlungstisch gelegt hätten. ver.di fordert eine Anhebung der Entgelte um 100 Euro plus zusätzlich 3,5 Prozent, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro monatlich sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Für den Nahverkehr soll es darüber hinaus eine Zulage von 70 Euro monatlich geben, in den Krankenhäusern sollen die Nachtzuschläge von 15 Prozent auf das Niveau der Nachtzuschläge im TV öD (20 Prozent) angehoben werden. Gleichzeitig will ver.di mit den Arbeitgebern über einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Arbeitstagen für alle Beschäftigten sowie über den Ausschluss von sachgrundlos befristeten Arbeitsverträgen sprechen.»

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24. Mrz. 2014, 23:51 Uhr

LeserInnenbrief von Ralf Mähnhöfer:

Die Gewerkschaften (auch ver.di) sind einfach zu sanft und zart bei ihren Verhandlungen:

Mit jedem verstrichenen Tag ohne Einigung bzw. ohne einen Einigungsvorschlag der Arbeitgeberseite an die Arbeitnehmervertretungen müssen € 50,– Brutto plus 0.5% Bruttoentgeld mtl. Erhöhung des Lohnes gefordert werden, das hieße:

Jeder verhandlungslos verstrichen gelassene Tag kommt die Arbeitgeber entsprechend teuer zu stehen.

Was glaubt ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen, wie schnell wir zu einem für die Arbeitnehmer (und damit uns, den Gewerkschaftsmmitgliedern) zufrieden stellendem Ergebnis kommen!

Ralf Mähnhöfer, ver.di-Mitglied


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