Sonntag 23.03.14, 10:16 Uhr

Wechsel im Haus der Begegnung

Anfang März hat ein es einen Wechsel in der Leitung des „Haus der Begegnung“ gegeben. Thorsten Haag, der neue Leiter des Hauses hat dies als Gelegenheit genutzt, um sich und sein Team und die Angebote im „Haus der Begegnung“ der Öffentlichkeit vorzustellen. In einer Pressemitteilung heißt es: »Im „Haus der Begegnung” gelingt es seit nunmehr 23 Jahren, behinderte und nichtbehinderte Menschen einander näher zu bringen, Verständnis füreinander zu entwickeln und gemeinsame Interessen zu entdecken. „Es ist wichtig die Geschichte von sozialen Organisationen zu kennen, um deren Zukunft zu gestalten“ formuliert Thorsten Haag seinen Anspruch, um das Haus der Begegnung „zukünftig noch nutzerorientierter, vielfältiger und belebter“ zu gestalten.
„Manchmal sind es insbesondere kleine Veränderungen, die einen großen Effekt erzielen“ beschreibt Haag die einzelnen Reaktionen seiner ersten Arbeitswochen. Auf seinen Vorstellungsrunden durch die Nutzergruppen, die er alle möglichst schnell persönlich kennen lernen will, gab es durchweg positive Resonanz -insbesondere eine Situation ist ihm im Gedächtnis geblieben: Der „Jubel“ der Gehörlosen per Handzeichen nach dem Anbringen einer Uhr im Gruppenraum. Ebenfalls gut angenommen wurden das „Gesunde Frühstück“ (ausschließlich mit Bio- und Fair- Trade-Produkten), welches einmal im Monat stattfindet und der Obstkorb im offenen Bereich an dem sich die Nutzerinnen und Nutzer kostenlos bedienen können. „Mir ist es wichtig, dass unter den Nutzerinnen und Nutzern wahrgenommen wird, dass die Mitarbeitenden des HdB-Teams serviceorientiert über die gesamte Öffnungszeit von 10:00 Uhr morgens bis 22:00 abends zur Verfügung stehen, um den Bedürfnissen der Gruppen gerecht zu werden.“ Dass es bei diesen Öffnungszeiten und der „dünnen Personaldecke“ jedoch manchmal zu kurzen Wartezeiten kommen kann „sei nie ganz auszuschließen.“ Gefragt nach weiteren Veränderungen und zukünftiger Ausrichtung des Hauses, berichtet Herr Haag vom Inklusionsprozess und der stetigen Vision des Hauses „hierbei für Bochum eine zentrale Rolle einzunehmen“. Soeben wurde bei der Aktion Mensch eine Modell-Förderung für den Aufbau eines „Netzwerks Inklusion“ in Bochum bewilligt. Im Rahmen des Förderzeitraums vom 01.04.2014 bis 31.03.2015 sollen Akteure der Behindertenhilfeförderung aber auch darüber hinaus in insgesamt sechs Veranstaltungen an „runden Tischen“ zusammenfinden, um sich inhaltlich mit den Aspekten des Inklusionsprozesses auseinanderzusetzen, die für die Lebensspanne eines Menschen relevant sind. Darüber hinaus sind in naher Zukunft zwei interessante Veranstaltungen im Haus der Begegnung geplant: Montag, 05.05.2014 um 18:30 Uhr: „Barrierefrei wählen gehen“ Vortrags- und Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussionsrunde, zu der kommunale Parteikandidaten aller Fraktio- nen eingeladen wurden. Mittwoch, 11.06.2014 um 19:00 Uhr : „Der Barriere-Checker – die Vorstellung eines Leitfadens zur Planung barrierefreier Veranstaltungen“. Für Freitag den 22.08.2014 steht dann noch das „Fest der Begegnung“ der Nutzergruppen an. Mit verschiedenen Angeboten, Live-Musik und dem Engagement der Gruppen wird es ein Fest für Jung und Alt, für behinderte und nicht behinderte Menschen auf der Alsenstraße 19a. In Planung sind noch weitere Veranstaltungen wie Autoren-Lesungen, Filmvorführungen und Bildungsvorträge. Das Team des HdB ist freut sich auf „zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den kommenden Monaten“.

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23. Mrz. 2014, 13:10 Uhr

LeserInnenbrief von Norbert Hermann:

Der Leitungswechsel hat seine Gründe im Wechsel der Trägerschaft von der (hier ungeliebten)Diakonie zum Paritätischen. Dem Vernehmen nach wurden Zusagen über eine Weiterführung bewährter und von den Nutzenden geliebter zentraler Projekte wie die bewirtete aber defizitäre Cafeteria nicht eingehalten.
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Das beeinträchtigt die Nutzung als gemütlicher Treffpunkt für Menschen mit Einschränkungen, z.B. nicht Sehende oder auf den Rollstuhl angewiesene.
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Das „Haus der Begegnung“ wird von der Stadt refinanziert. Im Zuge der „Ökonomisierung des Sozialen“ ist für so etwas natürlich kein Geld mehr da.
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Allein die „Soziale Liste“ hat sich hier engagiert.


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