Mittwoch 19.03.14, 10:21 Uhr

Gekaufter Name fürs Musikzentrum?

In dieser Woche soll im Kulturausschuss und danach im Rat über die Namensgebung des Musikzentrums entschieden werden. Die Linksfraktion im Rat erklärt dazu: »Die Verwaltung hat dazu den Vorschlag „Anneliese Brost Musikforum Ruhr“ entwickelt. Sie greift die Bitte der Stiftung Bochumer Symphonie auf, die sich in einem Schreiben an die Oberbürgermeisterin gewendet hat und den Rat auffordert, das Musikzentrum nach der Verlegerin Anneliese Brost zu benennen. Von dem Namensvorschlag hält Die Linke im Rat nichts. Im Kulturausschuss am Freitag wird sie dagegen stimmen. Dazu erklärt Jürgen Plagge-Vandelaar, Mitglied im Kulturausschuss:

„Ich halte den Vorschlag für keine gelungene Idee. Dabei geht es mir gar nicht darum, die Leistungen und das soziale Engagement von Anneliese Brost zu negieren. Aber was mir wirklich fehlt, ist der kulturelle Bezug. Ich habe das Gefühl, hier soll das Musikzentrum nach einer Person benannt werden, deren Stiftung eine sehr große Spende leistet. Diese Verfahrensweise ist nicht in Ordnung. Die Zeiten, wo nach dem Motto agiert wird „Wer bezahlt, bestimmt die Musik“, sollten wir hinter uns gelassen haben. Und überhaupt halte ich nicht wirklich viel davon, immer alles nach „„Persönlichkeiten“ benennen zu wollen. Nennen wir das Musikzentrum doch „Musikforum Ruhr“. Darin spiegelt sich der offene Charakter und die Strahlkraft über Bochum hinaus wider.“

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19. Mrz. 2014, 18:21 Uhr

LeserInnenbrief von Norbert Hermann:

Toll dass die Linksfraktion sich jetzt auch so engagiert für für das Konzerthaus einsetzt. Warum nicht gleich so?


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